Plötzlich gab es einen lauten Knall im Armenviertel von Nairobi, der Hauptstadt Kenias. Laut Augenzeugen schossen Rauch und Flammen hoch in den Himmel. Verkohlte Leichen liegen herum. In Nairobi ist eine Pipeline explodiert. Dabei sind offenbar mehr als hundert Menschen ums Leben gekommen. Offenbar hatten Slum-Bewohner versucht, die Ölleitung anzuzapfen. Dann passierte das Unglück.
Explosion in Kenia: Opfer versuchten Öl abzuzapfen
Die Explosion ereignete sich im Industriegebiet Lunga Lunga, das in einem dichtbesiedelten Slum liegt. Wie ein Augenzeuge berichtete, habe die Pipeline ein Leck gehabt. Dann seien Bewohner des Armenviertels herangeströmt, um das austretende Öl aufzufangen. Plötzlich habe es einen lauten Knall gegeben. Auch ein Sprecher des Roten Kreuzes bestätigte, die Opfer hätten versucht, Öl abzuzapfen. Feuerwehrleute versuchten, den Brand mit Chemikalien unter Kontrolle zu bringen, Polizei und Soldaten sperrten die Unglücksstelle ab.
Pipeline-Lecks und Tankerunglücke in Afrika locken häufig große Mengen von Armen an, die Treibstoff stehlen wollen. Dabei kommt es häufig zu durch Funken ausgelösten Großbränden mit zahlreichen Opfern. 2009 kamen 122 Menschen durch ein Feuer ums Leben, als sie Erdöl aus einem gekenterten Tanker in Westkenia abzapften. afp/AZ