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Atomkatastrophe in Fukushima: Sorge um Wetter: Wind soll auf Tokio drehen

Atomkatastrophe in Fukushima

Sorge um Wetter: Wind soll auf Tokio drehen

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    Der zerstörte Reaktorblock 4 in Fukushima. dpa
    Der zerstörte Reaktorblock 4 in Fukushima. dpa

    Hinsichtlich der Atomkatastrophe  bereitet das Wetter den Japanern gerade zusätzlich Sorgen. Denn wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach vorhersagt, werde der Wind seine Richtung ändern. Bislang weht der Wind Richtung Meer. Doch er soll in Richtung der Millionenstadt Tokio abdrehen. "Dort steigt die Konzentration folglich an, allerdings deutlich verdünnt gegenüber der Ausgangsregion", sagte der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach vorher. Am Donnerstag werde der Wind seine Richtung aber wieder Richtung Meer ändern.

    Erhöhte radioaktive Strahlung

    Es ist nicht die einzige Schreckensmeldung, die aus Japan kommt.  Der Kampf gegen den Super-GAU in der Atomruine von Fukushima zermürbt die Arbeiter, zugleich wird immer mehr radioaktive Strahlung gemessen. Deshalb forderte Greenpeace am Mittwoch  eine Ausweitung der Evakuierungszone um Fukushima.  Experten der Umweltschutzorganisation stellten eine erhöhte Radioaktivität nördlich von Fukushima fest. Im Meerwasser vor dem Unglücksreaktor wurde eine sehr hohe Konzentration von radioaktivem Jod entdeckt. Wie die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Mittwoch meldete, habe die Radioaktivität das 3 355-Fache des zulässigen Wertes erreicht.

    Vorallem für Kinder und Schwangere nicht sicher

    Greenpeace-Messungen zeigten in dem 7000-Einwohner-Ort Iitate, 40 Kilometer nordwestlich des Kraftwerks, eine Strahlenbelastung von bis zu zehn Microsievert in der Stunde. Um Tsushima seien sogar 100 Microsievert pro Stunde gemessen worden. Jan van de Putte, Strahlenexperte von Greenpeace: "Es ist für die Menschen eindeutig nicht sicher, in Iitate zu bleiben, vor allem für Kinder und schwangere Frauen. Sie könnten die maximal zulässige jährliche Strahlendosis in nur wenigen Tagen abbekommen." Die japanische Regierung hat bisher eine 20 Kilometer-Evakuierungszone um das Atomkraftwerk errichtet.

    Die Arbeiter in dem Katastrophen-Kernkraftwerk Fukushima sind zunehmend ausgebrannt und ihre Angst vor dauerhaften Gesundheitsschäden wächst. Das sagte ein Manager einer Vertragsfirma des Betreibers Tepco der Zeitung "Asahi Shinbun". Zwar gingen die Einsatzkräfte immer wieder in die zerstörten Reaktorblöcke, um die Reaktoren zu kühlen und einen Super-GAU zu verhindern, doch seien die Arbeiter angesichts der endlosen Schwierigkeiten zunehmend nervöser. Man achte darauf, dass Tepco die Spezialisten nicht zu hohen Risiken aussetze, sagte der Manager, der namentlich nicht genannt wurde.

    Der Chef des japanischen Atom-Konzerns Tepco, Masataka Shimizu, musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Tepco betreibt das Unglückskraftwerk Fukushima. Nach Angaben von Kyodo vom Mittwoch litt Shimizu an Bluthochdruck und Schwindelgefühlen. dpa

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