Der 48-jährige Fassadenkletterer aus Frankreich wurde dabei von hunderten von Zuschauern beobachtet. Auf den Erfolg von Robert, der sich selbst auch "Spiderman" nennt, reagierte das Publikum mit begeisterten Rufen und Applaus. Sechs Stunden benötigte der Franzose, der normalerweise keine Sicherung verwendet. Doch ohne Seil hätte er keine Genehmigung für die Aktion bekommen. An kleinsten Vorsprüngen wie Fensterrahmen hangelt er sich aufwärts, einziges Hilfsmittel dabei ist oft ein Säckchen mit Kreidepulver bei sich, um nicht mit schwitzenden Fingern abzurutschen.
"Gulf News" sagte der 48-Jährige: "Ich tue dies, um den Studenten zu zeigen, dass es keine Grenzen gibt, und um Leute dazu zu inspirieren, mit Konventionen zu brechen und sich nicht einzuschränken." Man müsse nicht nur "seinem Herzen folgen, sondern auch versuchen, immer etwas Neues zu tun". Der "Spiderman" war für eine dreitägige Konferenz für Technologiestudenten nach Dubai gekommen.
Auf der Webseite von Alain Robert steht, Klettern sei seine Leidenschaft. Dabei leidet der Franzose an Höhenangst habe. Und nach mehreren schweren Unfällen seien ihm Behinderungen attestiert worden. Laut Homepage hat der Fassadenkletterer weltweit mehr als 100 Gebäude bestiegen, darunter den Eiffelturm in Paris, die Dresdner Bank in Frankfurt, die Golden Gate Bridge in San Francisco und das mehr als 500 Meter hohe Gebäude Taipei 101 in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh.
Der Vater dreier Söhne wurde immer wieder festgenommen, weil seine Kletter-Aktionen oft gegen das Gesetz verstoßen. Die Kletterkarriere begann mit einem Missgeschick: Als Zwölfjähriger sperrte sich Robert aus der Wohnung der Eltern aus. Kurzerhand kletterte er acht Stockwerke in die Höhe. dpa