Der britische Astrophysiker Stephen Hawking hat am Sonntag seinen 70. Geburtstag gefeiert. Der weltberühmte Wissenschaftler, der seit vielen Jahrzehnten unter einer Erkrankung des motorischen Nervensystems leidet, konnte jedoch wegen gesundheitlicher Beschwerden nicht an einem zu seinen Ehren abgehaltenen Symposiums zum "Status des Universums" teilnehmen, wie der Vizekanzler der Universität Cambridge mitteilte.
Stephen Hawking: Erkrankung des motorischen Nervensystems
"Stephen war krank und wurde erst am Freitag aus dem Krankenhaus entlassen", sagte Vizekanzler Leszek Borysiewicz. Demnach wollte der vollständig gelähmte Forscher, der in einem Rollstuhl sitzt und nur über einen Computer kommunizieren kann, das Symposium per Videoübertragung verfolgen.
Bei Stephen Hawking, der seit Jahrzehnten an der renommierten Universität Cambridge lehrt, war im Alter von 21 Jahren eine Erkrankung des motorischen Nervensystems diagnostiziert worden. Die Ärzte gaben ihm damals nur wenige Jahre zu leben.
Hawking ist jüngstes Mitglied der Royal Society
Stephen Hawking war 1974 im Alter von nur 32 Jahren zum jüngsten Mitglied der renommierten britischen Royal Society ernannt worden. Fünf Jahre später erhielt er in Cambridge die Lucasian Professur für Mathematik, die einst Isaac Newton innehatte. Zu großer Bekanntheit gelangte er 1988 mit dem Bestseller "Eine kurze Geschichte der Zeit", in dem er einem nicht-wissenschaftlichen Publikum die Natur des Universums erklärte.
Assistenten suchen nach Alternativen
Mit zunehmendem Alter fällt es Hawking immer schwerer, über seinen Computer zu sprechen. Seine Assistenten suchen nun nach einer Anpassung der zum Sprechen verwendeten Technologie. (afp)