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Sea Shepherd-Gründer Paul Watson: Tierschützer Watson vermutet Japan hinter Festnahme

Sea Shepherd-Gründer Paul Watson

Tierschützer Watson vermutet Japan hinter Festnahme

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    Paul Watson, der Gründer der Tierschutzorganisation Sea Shepherd vermutet eine Beteiligung Japans an seiner Festnahme.
    Paul Watson, der Gründer der Tierschutzorganisation Sea Shepherd vermutet eine Beteiligung Japans an seiner Festnahme. Foto: Emily Wabitsch dpa

    Er finde es "sehr interessant", dass Costa Rica seine Auslieferung ausgerechnet im Oktober 2011 verlangt habe, als Japan in Australien eine Zivilklage gegen die von ihm gegründete Tierschutzorganisation Sea Shepherd eingereicht habe, sagte Watson dem australischen Sender Channel 7.

    Watson: "Würde mich nicht wundern, wenn Japan daran beteiligt wäre"

    Japan gebe viel Geld dafür aus, um seine Aktionen gegen die japanische Walfangflotte zu stoppen, "und es würde mich nicht wundern, wenn Japan auch daran beteiligt wäre", kommentierte Watson seine Festnahme.

    Watson war Mitte Mai aufgrund eines internationalen Haftbefehls am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Die deutsche Justiz prüft derzeit eine mögliche Auslieferung des 61-jährigen Kanadiers nach Costa Rica. Er wurde gegen eine Kaution wieder auf freien Fuß gelassen, darf Deutschland aber bis zum Abschluss des Auslieferungsverfahrens nicht verlassen.

    Aktivisten von Sea Shepherd feuerten Stinkbomben auf Walfänger

    Wie Sea Shepherd berichtet, wirft Costa Rica dem Tierschützer Behinderung der Schifffahrt vor. Der Haftbefehl bezieht sich auf eine Aktion aus dem Jahr 2002, als die Organisation vor der Küste Guatemalas einen Dokumentarfilm über die brutale Jagd auf Haie drehte.

    Die Tierschützer von Sea Shepherd sind vor allem für ihren alljährlichen Einsatz gegen die japanische Walfangflotte in der Antarktis bekannt. In diesem Jahr feuerten Aktivisten Stinkbomben auf japanische Walfangschiffe und setzten Taue ein, um die Schiffsschrauben zu behindern. Japan tötete deshalb zwei Drittel weniger Tiere als ursprünglich geplant. Die Operationen gegen die Walfänger würden "mit oder ohne mich weitergehen", sagte Watson im australischen Fernsehen. Die Schiffe sollen demnach im Dezember erneut in die Antarktis aufbrechen. AFP/AZ

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