Startseite
Icon Pfeil nach unten
Panorama
Icon Pfeil nach unten

Kap Arkona: Verschüttetes Mädchen von Leichenspürhunden geortet

Kap Arkona

Verschüttetes Mädchen von Leichenspürhunden geortet

  • |
  • |
  • |
    Ein Spezialbagger auf dem Weg zur schwer zugänglichen Unglücksstelle am Kap Arkona. Foto: Stefan Sauer dpa
    Ein Spezialbagger auf dem Weg zur schwer zugänglichen Unglücksstelle am Kap Arkona. Foto: Stefan Sauer dpa

    Am Samstag haben Rettungskräfte ihre Suche nach der auf der Insel Rügen verschütteten Katharina wieder aufgenommen und sind gleich einen weiteren Schritt voran gekommen. Am Samstagvormittag schlugen die Leichenspürhunde beim Gang über die Geröllmassen am Kap Arkona an. "Sie gaben ganz deutliche Signale", sagte Einsatzleiter Daniel Hartlieb der dpa. "Ein Hund hat sich sogar an einer Stelle hingesetzt." Das ist für die Hundeführer ein deutliches Zeichen, dass die Spürhunde die Zehnjährige eindeutig lokalisiert haben. "Wir Hundeführer gehen davon aus, dass genau an dieser Stelle die Leiche des Mädchens unter dem Geröll begraben ist".

    Nun müssen die Helfer das Eintreffen des Spezialbaggers abwarten, der aus dem rund zwei Kilometer entfernten Vitt zur Unglücksstelle unterwegs war. Er sollte gegen 14.00 Uhr eintreffen. Dann sollen die Bergungsarbeiten unmittelbar beginnen. "Wir wollen heute das Mädchen finden", bekräftigte der Einsatzleiter.

    Rügen: Verschüttetes Mädchen mehrere Meter von Geröll begraben

    Die Steilküsten auf der Insel Rügen

    Die insgesamt rund 15 Kilometer langen Steilküsten sind ein Charakteristikum auf Deutschland größter Insel Rügen.

    Das längste zusammenhänge Stück von mehr als zwölf Kilometern Länge zieht sich als Kreideküste auf der Halbinsel Jasmund im Nordosten der Insel entlang.

    Im Nationalpark Jasmund liegen die markanten Kreidefelsen wie der Königsstuhl, die mehr als 100 Meter in die Höhe ragen.

    Doch auch ganz im Norden wird Rügens 574 Kilometer lange Küstenlinie durch Steilufer begrenzt.

    Bei Kap Arkona fällt ein Felsplateau bis zu 45 Meter zur Ostsee ab.

    Geologisch hat das Steilufer hier eine andere Zusammensetzung.

    Neben Kreide aus Kalkschalen besteht es auch aus dem Gestein Geschiebemergel, einem Überbleibsel aus der letzten Eiszeit.

    Die Stelle, an der die Leichenspürhunde angeschlagen haben, liegt unterhalb des Kliffs, wo früher der Strandweg entlang führte. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte ist der Körper des Mädchens unter einer zwei bis drei Meter dicken Schicht aus Kreide, Geröll und Erde begraben.

    Die Suche nach dem Mädchen musste zu Wochenbeginn unterbrochen werden, weil es einen erneuten Hangrutsch gab - genau an der Stelle, wo zuvor schon einmal die Polizeihunde angeschlagen hatten.

    Die zehnjährige Katharina aus Nordbrandenburg war am zweiten Weihnachtsfeiertag bei einem Spaziergang mit ihrer Mutter und der 15-jährigen Schwester am Kap Arkonas verschüttet worden, als Geröllmassen der Steilküste abgebrochen sind. dpa/AZ

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden