Donnerstag, 23. Mai 2013

11. Mai 2012 07:59 Uhr

Nachruf auf Starfriseur

Vidal Sassoon schuf die Frisur der Swingin’ Sixties

Starfriseur Vidal Sassoon hatte eins für Furore in der Modewelt gesorgt - und die Damen von der Dauerwelle erlöst.

Ein kecker Pony und das Haar oft kinnlang geschnitten. Und dazu noch für fast jeden Haartyp geeignet. „Bob“ nennt man den Stil, den die Swingin’ Sixties einem Coiffeur zuschrieben, der damit für Furore in der Modewelt sorgte. Vidal Sassoon, das klang nach Hochglanz-Illustrierten, Schwarz-Weiß-Fotos und dem Duft einer fernen Welt, die man im Salon von Frau Göbel nur aus Heftchen kannte, die dort auslagen.

Vidal Sasson befreite von der Dauerwelle

Jetzt ist Vidal Sassoon im Alter von 84 Jahren in Los Angeles gestorben. Der Mann ist auch dank seiner Filialen – wie in München – eine Marke. Ob der Starfriseur nun den „Bob“ erfunden hat, darüber lässt sich streiten. Bereits in den wilden 1920er Jahren waren in New York wie in Berlin geometrische Kurzhaarfrisuren bei den Damen ebenso angesagt wie kurze Röcke – lange bevor die Britin Mary Quant den Damen an den Rocksaum ging. Vidal Sassoon, Sohn jüdischer Eltern, war in ärmlichen Verhältnissen in London aufgewachsen. Aber er erkannte die Zeichen der Zeit: Die Frauen mussten von der Dauerwelle befreit werden.

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Starfriseur Vidal Sasson und der perfekte Schnitt

„Der Schnitt muss perfekt und schön gestuft sein, sodass die Haare wieder in die gleiche Form zurückfielen, wenn man den Kopf schüttelte“, erklärte Sassoon einmal seine Philosophie. So gesehen gab es keine Probleme bei Filmstar Mia Farrow, der er für „Rosemaries Baby“ einen raspelkurzen Haarschnitt verpasst hatte. Filmfans werden diese Frisur nie vergessen.

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Schlagworte

Friseur | Vidal Sassoon

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Rupert Huber

Augsburger Allgemeine
Ressort: Bayern und Welt



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