Nach langem hin und her hat die zuständige Organisation "Internet Corporation for Names and Numbers" (Icann) die Einführung der Adressendung ".xxx" für Sexseiten im Internet endgültig beschlossen. Icann-Chef Rod Beckstrom unterschieb am Freitag in San Francisco, einen Vertrag mit dem US-Unternehmen ICM Registry. Der Anbieter wird die Top Level Domain vermarkten. Damit bekommt das Internet sozusagen einen abgegrenzten Rotlichtbezirk
Außschließlich Unternehmen der Pronobranche sollen Adressen mit ".xxx"-Endung zur Verfügung stehen. ICM Registry wirbt dafür, dass die Endung bei den Nutzern Vertrauen schaffen soll. Anbieter, die Kinderpornografie oder schädliche Software verbreiten oder durch Betrug aufgefallen sind, sollen keine Adresse erhalten. Der Andrang auf die neuen Domains ist groß: Nach eigenen Angaben hat ICM Registry bereits knapp 300.000 Reservierungen vorliegen.
Nicht nur unter Sittenwächtern ist der Rotlichtbezirk sehr umstritten. Auch viele Vertreter der Sexindustrie lehnen die Endung ab, weil sie eine pauschale Filterung der ".xxx"-Adressen befürchten. AZ