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Berühmt durch Youtube: Youtube: Viel Wind um 13-jährige Rebecca Black

Berühmt durch Youtube

Youtube: Viel Wind um 13-jährige Rebecca Black

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    Die Selbstvermarktung auf der Internetplattform Youtube wächst.
    Die Selbstvermarktung auf der Internetplattform Youtube wächst. Foto: dpa

    Justin Bieber machte es vor, tausende Möchtegern-Sänger ziehen nach: Die Selbstvermarktung auf der Internetplattform Youtube wächst. Nachdem der kanadische Youtube-Star Justin Bieber zu einem international bekannten Sänger avancierte, gibt es seit März eine weitere Internet-Sensation.

    Rebecca Black, eine dreizehnjährige Schülerin aus Kalifornien, löste mit ihrem Youtube-Video "Friday" einen Medienrummel aus: Innerhalb von wenigen Wochen stieg die Klickzahl von 3.000 auf über 30 Millionen. Das liegt vorwiegend an den schlechten Kritiken, die das Viralvideo einheimste.

    Kritiker bemängelten den anspruchslosen Text, die klischeehafte Aufmachung und die schlechte Tonqualität des Videos. Zahllose Parodien folgten und in über 900.000 Kommentaren streiten sich die Youtube-User über die Bewertung des Liedes. Facebook und Twitter halfen dabei, das Video zu verbreiten und selbst Justin Bieber äußerte sich zu dem Lied.

    Anspruchslos, doch ein Medienphänomen

    Die Single "Friday" dreht sich um die Vorfreude auf das Partywochenende. Die schwarzhaarige Rebecca tanzt zu Liedzeilen wie "Gestern war Donnerstag, heute ist Freitag, danach kommt Samstag und dann folgt Sonntag" und schildert detailreich ihren Tagesablauf vom Aufstehen um sieben Uhr, beschreibt die Fahrt im Schulbus und die Lust zu tanzen am Freitagabend.

    Genau diese oberflächliche Produktion von Text und Videoaufmachung wird in den Medien stark kritisiert, doch trotzdem wurde Rebecca Black zu einer Internetsensation, um die sich zahlreiche Talkshows, Radiosender und Zeitschriften reißen. Auch Lady Gaga und Chris Brown kennen und mögen das Video.

    Das Internet und die Musikindustrie

    Doch was sagt der Rummel um das Internetvideo über die Zukunft der Popmusik aus? Das Internet hat die Musikindustrie bereits hart getroffen und zwang die Musiklabels, ihre Vermarktungsstrategien anzupassen. Wer nicht bei Youtube oder itunes zu finden ist, hat es heutzutage schwer, sich zu etablieren.

    Genau darauf baut Rebecca Black's Musiklabel "Ark Music Factory" auf. Was einst nur durch PR, großangelegte Promotion und Musik-Beziehungen zu schaffen war, weicht der medialen Reichweite von Youtube, Twitter und Facebook. Produzenten und Labels müssen sich keine Gedanken mehr über zu hohe Kosten für mögliche Flops machen. Das Internet spuckt nahezu kostenfrei One-Hit-Wonders aus und sollten sie sich nicht etablieren, dann gibt es keine Verluste.

    Auch die Frage nach der Qualität ist zweitrangig geworden. Eingängige Texte, monotone Partybeats und ein unschuldig dreinblickender Teenager reichen aus, weltweite Popularität zu erlangen - sei es auch eine Negativbekanntheit. Dennoch findet "Friday" Eingang in die Charts und viele Medienkritiker bestätigen der Dreizehnjährigen das Potential, mehr zu sein als eine Eintagsfliege. In Zeiten des Internets gilt es für die Musikindustrie, sich anzupassen an die veränderten Bedingungen: Rebecca Black ist dafür das beste Beispiel. AZ

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