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Gefährliche Brustimplantate: Experte: Der Arzt weiß, was zu tun ist

Gefährliche Brustimplantate

Experte: Der Arzt weiß, was zu tun ist

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    Dr. med. Sven von Saldern aus Augsburg ist der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.
    Dr. med. Sven von Saldern aus Augsburg ist der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Ästhetisch-Plastische Chirurgie.

    Überrascht Sie die Tatsache, dass jetzt der französische Gesundheitsminister Frauen mit Implantaten der Firma PIP rät, einen Arzt aufzusuchen?

    Von Saldern: Ja. Die Diskussion über PIP begann bereits im April 2010.

    Haben Sie selbst einmal ein Produkt dieser Firma eingesetzt?

    Von Saldern: Nein. Die Firma hatte allerdings einen guten Ruf und die Implantate waren nicht billig.

    Wie viele Firmen gibt es, die Implantate herstellen?

    Von Saldern: Mir fallen auf Anhieb fünf große Hersteller ein, die weltweit agieren. Ich kenne allerdings weder den osteuropäischen noch den asiatischen Markt.

    Wie wissen Frauen, dass sie ein Implantat der Firma PIP in sich tragen?

    Von Saldern: Die Patientin bekommt einen Ausweis, in dem der Hersteller und die Chargennummer eingetragen sind. Natürlich hat auch der behandelnde Arzt die Informationen in seinen Unterlagen. Frauen mit PIP-Implantaten sollen unbedingt einen Arzt aufsuchen. In anderen Fällen empfehle ich normalerweise einmal jährlich einen Kontrollbesuch beim Arzt.

    Im Fall PIP wurden minderwertige Silikone eingesetzt. Was ist üblicherweise in den Implantaten?

    Von Saldern: Sie sind überwiegend mit Silikonen gefüllt. Es gibt keinen Inhaltsstoff, der schon so lange so gut untersucht wurde und der so unbedenklich ist.

    Wissen Sie, wie viele Frauen sich einer Brustoperation unterzogen haben?

    Von Saldern: Alle Zahlen dazu sind spekulativ. Man spricht von 20000 bis 50000 Eingriffen jährlich. Die Zahlen sind aber relativ stabil. (ute)

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