Amy Winehouse könnte nach Ansicht ihres Vaters ausgerechnet der Wille zur Alkoholabstinenz zum Verhängnis geworden sein. Sie habe vor ihrem plötzlichen Tod am vergangenen Samstag drei Wochen keinen Schluck getrunken, sagte Mitch Winehouse laut einem Bericht der britischen Nachrichtenagentur PA bei der Trauerfeier am Dienstag zu Freunden und Verwandten.
Möglicherweise habe Amy, die oft auch in der Öffentlichkeit betrunken auftrat und wegen ihrer Suchterkrankungen mehrmals behandelt wurde, zu plötzlich mit dem Trinken aufgehört. "Ich habe genug vom Trinken, ich kann es nicht mehr ertragen, wie Du und die ganze Familie mich anschaut", soll sie zu ihrem Vater gesagt haben.
Alkoholkonsum schrittweise zurückfahren
Nach Darstellung der Boulevardzeitung "The Sun" haben die Ärzte Amy Winehouse geraten, den Alkoholkonsum schrittweise zurückzufahren. Sie soll dies aber verweigert haben, aus Furcht, sie schaffe es auf diese Weise nicht.
Mediziner gehen in der Tat davon aus, dass die plötzliche Abstinenz bei Alkoholkranken zu schweren Komplikationen führen kann. Eine davon ist das sogenannte Delirium Tremens. Neben Halluzinationen kann es dabei zu Kreislaufproblemen bis hin zum Zusammenbruch kommen.
Die offizielle Ursache für den Tod von Amy Winehouse, steht noch nicht fest. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung des Leichnams der Sängerin hatte am Montag keine eindeutigen Erkenntnisse gebracht. Die Ergebnisse der toxikologischen Untersuchungen werden erst in zwei bis vier Wochen erwartet. dpa