Als Nachfolgerin des verstorbenen Designers Alexander McQueen konnte sich Sarah Burton sowieso nicht über mangelnde Aufmerksamkeit beklagen. Doch seit sich die Gerüchte hartnäckig halten, dass die Britin das Brautkleid für Prinz Williams Verlobte Kate Middleton entwirft, stehen ihre Krationen besonders im Mittelpunkt. Entsprechend groß war auch das Interesse an der McQueen-Schau bei der Pariser Modewoche. Magere Models in üppigen Kleidern liefen über den Laufsteg in der geschichtsträchtigen Conciergerie in der Pariser Innenstadt.
Oben eng, unten bauschig lautete das Motto der zwei gezeigten Brautkleider, die einen ärmellosen, enganliegenden Schnitt mit schmaler Taille hatten. Traditionell bilden zwei Brautkleider das Ende der Show. Wie Kate Middleton wohl darin aussehen würde, dürfte sich so mancher Beobachter am Laufsteg gefragt haben. Weich fallende Stoffe, Federn und mehrschichtiges Organza dominierten auch die übrigen Kleider Burtons. Den Kontrast zu diesen sanft wirkenden Materialien setzte die britische Designerin mit silbernen Reißverschlüssen und ledernem Zaumzeug in den Kleidern.
Am 29. April heiraten Prinz William und seine Verlobte in London. Wer das Kleid der Braut entwirft, ist offiziell bisher ein Geheimnis, doch es wird fleißig darüber spekuliert. McQueen hatte am Wochenende dem Gerücht widersprochen, den Auftrag erhalten zu haben. Die "Sunday Times" hatte am Wochenende unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, "die begehrteste Bestellung" sei bei Burton eingegangen.