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Suchtbericht: Abhängig vom Internet

Suchtbericht

Abhängig vom Internet

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    Rollenspiele auf dem Computer oder im Internet können abhängig machen.
    Rollenspiele auf dem Computer oder im Internet können abhängig machen. Foto: Franziska Koark

    Etwa 550000 Menschen im Alter zwischen 14 und 64 Jahren sind vom Internet abhängig. Vor allem für Jugendliche wird das Netz immer häufiger zur Sucht. Das geht aus dem diesjährigen Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung hervor, den die Drogenbeauftragte Mechthild Dyckmans (FDP) vorgestellt hat. Demnach ist der exzessive Computer- und Internetgebrauch vor allem bei jungen Menschen stark verbreitet: Etwa die Hälfte aller Abhängigen ist zwischen 14 und 24 Jahre alt. Während junge Frauen vorwiegend soziale Netzwerke nutzen, werden bei jungen Männern Online-Spiele öfter zur Sucht.

    1,4 Millionen junge Menschen gefährdet

    Gefährdet sind in dieser Altersgruppe sogar 1,4 Millionen Menschen. Die Drogenbeauftragte rechnet damit, dass diese Zahl wegen der fortschreitenden technischen Entwicklung in den nächsten Jahren weiter ansteigen wird. Im Vergleich dazu greifen Jugendliche seltener zu Flasche, Zigarette oder Joint.

    Alkohol Die Zwölf- bis 17-Jährigen trinken seltener regelmäßig Alkohol. Der Konsum ging von 17,9 Prozent (2001) auf 14,2 Prozent (2011) zurück. Bei den jungen Erwachsenen erhöhte sich der Konsum leicht. Weitverbreitet ist nach wie vor das Rauschtrinken – im Vergleich zu den Vorjahren sind die Zahlen allerdings auch hier gesunken. Unter Erwachsenen ist Alkohol ebenfalls oft ein Problem: Etwa 400000 Menschen über 65 Jahre – 28 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen – trinken Alkohol in gesundheitsgefährdenden Mengen. Insgesamt gelten in Deutschland etwa 1,3 Millionen Menschen als alkoholabhängig, etwa 73000 sterben jedes Jahr an den Folgen.

    Tabakkonsum unter Jungendlichen auf niedrigstem Stand

    Unter Jugendlichen erreichte der Tabakkonsum 2011 den niedrigsten Stand seit Beginn der Erhebung. Rauchten vor zehn Jahren noch 27,5 Prozent der Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren mindestens einmal in der Woche, hat sich die Zahl 2011 mit 11,7 Prozent mehr als halbiert.

    Auch beim Cannabiskonsum ging der Anteil der Jugendlichen, die mindestens einmal Cannabis probiert haben, zurück. Er sank vom bislang höchsten Wert mit 15,1 Prozent im Jahr 2004 auf 6,7 Prozent im vergangenen Jahr. Der regelmäßige Cannabiskonsum unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen blieb hingegen unverändert.

    Weniger Drogentote als im Vorjahr

    Die Zahl der Drogentoten ist 2011 um 20 Prozent auf 986 im Vergleich zum Vorjahr (1237) zurückgegangen. Das ist der niedrigste Stand seit 1988.

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