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USA: Al-Kaida-Anschlag auf Flugzeug verhindert

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Al-Kaida-Anschlag auf Flugzeug verhindert

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    US-Präsident Obama
    US-Präsident Obama Foto: dpa

    Die US-Geheimdienste haben um den  ersten Jahrestag der Tötung von Al-Kaida-Chef Osama bin Laden einen  Anschlag auf ein Passagierflugzeug vereitelt. Bei dem durch den  Al-Kaida-Ableger im Jemen geplanten Terrorakt habe ein  Selbstmordattentäter einen mitgeführten Sprengsatz in einer Maschine auf dem Weg in die USA zünden sollen, erklärten  US-Sicherheitsvertreter am Montag. Das Vorhaben wurde demnach aber  in einer frühen Phase vereitelt.

    Pläne frühzeitig aufgedeckt

    Die US-Behörden konnten nach eigenen Angaben den Sprengsatz  sicherstellen. Wo und unter welchen Bedingungen dies geschah blieb  zunächst offen. Laut dem Weißen Haus stellte der Sprengsatz "keine  Gefahr für die Öffentlichkeit" dar, da die Pläne frühzeitig aufgedeckt wurden. Im Vorfeld des ersten Jahrestages der Tötung Bin  Ladens hatte es Befürchtungen gegeben, das Terrornetzwerk Al-Kaida  könne dieses Datum für Racheakte nutzen. Bin Laden war am 2. Mai  2011 durch eine US-Kommandoeinheit in Pakistan getötet worden.

    Die US-Bundespolizei FBI teilte mit, sie untersuche den  sichergestellten Sprengsatz. Er scheine ein verbessertes Modell der  Bombe zu sein, mit der an Weihnachten 2009 ein Flugzeug auf dem Weg  von Amsterdam nach Detroit in die Luft gesprengt werden sollte. Der  Nigerianer Umar Farouk Abdulmutallab hatte damals in seiner  Unterhose eine Bombe an Bord eines Fluges geschmuggelt. Die Zündung  schlug aber fehl. Abdulmutallab soll Verbindungen zu Al-Kaida im  Jemen gehabt haben.

    Es gebe deutliche Unterschiede zu dem Sprengsatz von 2009, sagte  ein US-Beamter, der für den Anti-Terror-Kampf zuständig ist, der  Nachrichtenagentur AFP. Es habe sich um eine "nicht-metallische  Vorrichtung" gehandelt, um offenbar eine Entdeckung bei  Sicherheitschecks am Flughafen zu verhindern. Dies zeige, dass die  vor allem vom Jemen aus operierende Al-Kaida auf der Arabischen  Halbinsel (AQAP) versuche, ihre "Methoden, ihre Taktik" anzupassen,  sagte der Beamte.

    US-Präsident Barack Obama sei im April über den Fall  unterrichtet worden, teilte die stellvertretende Sprecherin des  Nationalen Sicherheitsrates, Caitlin Hayden, mit. Er habe die  Sicherheitsdienste danach angewiesen, "alle notwendigen Schritte zu  unternehmen, um sich gegen diese Art von Anschlägen zu wappnen".

    US-Verteidigungsminister: Wachsam bleiben

    US-Verteidigungsminister Leon Panetta sagte, die USA müssten  angesichts der Bedrohung durch Al-Kaida "wachsam" bleiben. Das  Heimatschutzministerium erklärte, die Anschlagspläne zeigten "das  Interesse unserer Gegner, die Luftfahrtbranche ins Visier zu  nehmen". Die US-Regierung werde darauf weiter auf mehreren Ebenen  reagieren. Dabei gehe es unter anderem um die Analyse von  Anschlagsgefahren, die Überprüfung von Passagieren und  Passagierdaten, Stichproben-Untersuchungen an Flughäfen und die  Begleitung von Linienflügen durch Sicherheitsbeamte.

    Der für Anti-Terrorkampf zuständige US-Beamte sagte AFP, trotz des  vereitelten Anschlags bleibe der Al-Kaida-Ableger auf der  arabischen Halbinsel "sehr entschlossen und einfallsreich". Er  verwies darauf, dass Al-Kaida-Kämpfer im Jemen im Kampf gegen die  dortige Armee zuletzt Bodengewinne erzielt haben. Damit bestehe die  Gefahr einer Stärkung von Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel.  "Diese territorialen Gewinne haben es der Gruppe erlaubt,  zusätzliche Training-Camps einzurichten", sagte er mit Blick auf  die Ausbildung von Attentätern. afp

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