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07. Januar 2009 14:34 Uhr

Graz

Althaus-Unfall: Verstorbene Skifahrerin beigesetzt

Rund 300 Menschen haben in Graz Abschied von Beata C. genommen, die beim Skiunfall mit Dieter Althaus ums Leben gekommen ist. Die Frau Althaus' bekundete dem Witwer mit einer rührenden Geste ihr Beileid.

Riegersburg (ddp). Es war eine bewegende Geste. Der Sarg von Beata C. - jener Frau, die beim tragischen Skiunfall mit Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) am Neujahrstag in Österreich ums Leben kam - war am Mittwochnachmittag schon zu Grabe gelassen.

Da trat Althaus' Ehefrau Katharina auf den Witwer zu und umarmte ihn, sehr lange und innig. Zur Trauerfeier der verunglückten 41-Jährigen im österreichischen Riegersburg war Frau Althaus gesenkten Hauptes und schwarz gekleidet gekommen, Arm in Arm mit Thüringens stellvertretender Ministerpräsidentin Birgit Diezel (CDU). Auch für sie beide sollte es ein schwerer Gang werden. Althaus, der bei dem Unglück schwer verletzt wurde, befand sich Mittwoch weiter in der Klinik in Schwarzach im Pongau.

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An der Beerdigung nahmen rund 300 Menschen teil. Das tragische Unglück der gebürtigen Slowakin, die neben ihrem Mann auch vier Kinder hinterlässt, bewegte Thüringen genauso wie Riegersburg, den Heimatort des Witwers. Zuletzt hatte das Paar in den USA gelebt und war für einen Urlaub in die Heimat des Mannes gekommen.

Bereits am Dienstagabend war in Riegersburg mit einer Andacht an die 41-Jährige erinnert worden. Etwa 100 Personen beteten zusammen mit der Familie der Frau. Am Mittwochvormittag fuhren Thüringer Sicherheitsbeamte in ihren Limousinen vor die Aussegnungshalle, wo der Sarg der Toten aufgebahrt war. Dort legten sie einen großen Kranz nieder, der mit roten und weißen Gerbera geschmückt war. Auf einem Schriftzug war zu lesen: «In tiefer Trauer Familie Dieter Althaus Thüringer Ministerpräsident».

Gegen Mittag versammelten sich die Trauergäste unter großem Medieninteresse vor der Pfarrkirche. Zunächst traf der Gatte der Verstorbenen ein, deren Mutter in seinem Arm festhaltend. Dahinter folgten unter anderen die drei Stiefkinder der tödlich Verunglückten. Der gemeinsame einjährige Sohn des Paars war nicht dabei. Anschließend kamen Diezel und Frau Althaus, jeweils eine schwarze Kopfbedeckung tragend. Vom Gedenkgottesdienst waren Kamerateams und Fotografen ausgeschlossen.

Die Seelenmesse wurde vom einem Ortspfarrer und dem Heiligenstädter Propst Heinz-Josef Durstewitz gehalten. Beim letzten Gang der 41-Jährigen von der Kirche zum Ortsfriedhof schritt der Ehemann der Verstorbenen in der ersten Reihe. Nachdem der Sarg der Toten in das Grab gesenkt wurde, streuten auch Frau Althaus und Diezel Erde und Rosen auf den Sarg.

Anschließend fuhren beide gemeinsam zum Ministerpräsidenten in die Klinik nach Schwarzach. Er mache gesundheitlich weiter Fortschritte, brauche aber noch viel Ruhe und Schlaf, sagte Regierungssprecher Fried Dahmen. Um seine Gesundung nach der schweren Kopfverletzung nicht zu gefährden, wurde Althaus bislang nicht davon in Kenntnis gesetzt, dass Beata C. bei dem Unfall gestorben war.

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