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Mindestens acht Explosionen: Bomben-Nacht: Kampfjets greifen Tripolis an

Mindestens acht Explosionen

Bomben-Nacht: Kampfjets greifen Tripolis an

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    Die libysche Regierung lässt Journalisten ein zerstörtes Haus zeigen, in dem der jüngste Sohn und drei Enkel von Muammar al-Gaddafi bei einem Nato-Angriff ums Leben gekommen sein sollen.
    Die libysche Regierung lässt Journalisten ein zerstörtes Haus zeigen, in dem der jüngste Sohn und drei Enkel von Muammar al-Gaddafi bei einem Nato-Angriff ums Leben gekommen sein sollen. Foto: MAHMUD TURKIA

    Sirenen und Gewehrfeuer waren nach den Bombenangriffen der Kampfjets auf Tripolis zu hören. Nach Angaben eines Wächters traf mindestens  eine Bombe ein Gebäude. Darin sollen zahlreiche zivile Organisationen  untergebracht sein. Berichte über mögliche Opfer gab es zunächst  nicht.

    Residenz von Al-Gaddafi war auch Ziel der Bomben

    Wie eine Bewohnerin der Stadt dem arabischen Nachrichtensender Al-Dschasira telefonisch berichtete, habe es in der Nacht mehrere laute Explosionen gegeben. Ziel der Angriffe sei auch das Areal gewesen, auf dem Machthaber Muammar al-Gaddafi residiert. Die Frau sagte, die Lebensumstände in Tripolis würden immer schwieriger. Es fehle an Nahrungsmitteln, Treibstoff und auch an Medikamenten.

    Journalisten wurden zu einer Spezialklinik für  Verbrennungsopfer und plastische Chirurgie geführt. Diese Führung war von der Regierung von Machthaber Muammar el Gaddafi  organisiert. Ein Arzt dort  berichtete, bei einem der Bombenangriffe seien Scheiben zu Bruch  gegangen, ein junger Patient sei durch Glassplitter verletzt  worden. Allerdings durften die Journalisten die genaue Einschlagstelle der Bombe nicht  besichtigen. Nach den Worten eines Wächters handelte es sich um ein  Gebäude, in dem früher eine Zentrale des libyschen Geheimdienstes  untergebracht war und sich heute das Landwirtschaftsministerium  befindet.

    Nach UN-Angaben sind seit Beginn der Kämpfe zwischen Truppen von  Machthaber Gaddafi und der Opposition bereits 750.000 Menschen aus  Libyen geflohen. Der Konflikt zwischen Gaddafi-Anhängern und  Rebellen, der Zusammenbruch der staatlichen Infrastruktur sowie  Mangel an Geld und Benzin stellten die Bevölkerung des Landes vor  "ernste Probleme", erklärte UN-Nothilfekoordinatorin Valerie Amos  in New York. Angaben zur Zahl der Todesopfer seit Beginn des  Konfliktes Mitte Februar nannte Amos nicht. afp/dpa

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