Dienstag, 12. Dezember 2017

13. August 2017 09:51 Uhr

Europäische Union

Britische Minister wollen Übergangsphase beim Brexit

Wie hart wird der Brexit? Darüber war sich die britische Regierung bislang selbst nicht einig. Nun deutet sich eine Einigung an - zumindest innerhalb der britischen Tories.

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Bislang verliefen die Verhandlungen zur Scheidung Großbritanniens von der EU zäh und ohne Ergebnis, auch weil sich die britische Regierung selbst uneinig war über das Vorgehen.
Foto: Federico Gambarini/Archiv (dpa)

Mit einem gemeinsamen Vorschlag für eine Übergangsphase nach dem EU-Austritt Großbritanniens haben zwei wichtige britische Minister ihren Streit über die Brexit-Linie beigelegt. Nach wochenlangen Meinungsverschiedenheiten meldeten sich Finanzminister Philip Hammond und Handelsminister Liam Fox am Sonntag mit einem gemeinsamen Artikel für den "Sunday Telegraph" zu Wort. Darin schlagen sie eine "zeitlich befristete Interims-Phase" nach Vollzug des Brexit 2019 vor. Diese dürfe allerdings nicht auf eine EU-Mitgliedschaft "durch die Hintertür" hinauslaufen.

Hammond gilt als Befürworter eines "weicheren" Brexit, der die Folgen für die britische Wirtschaft abfedern soll. Fox profilierte sich als Vertreter eines "harten" Brexit, der einen klaren Bruch mit der EU vollzieht. Beide hatten zuletzt öffentlich über den richtigen Kurs gestritten.

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Brexit: Bekommt Großbritannien eine Übergangsphase nach 2019?

In ihrem Zeitungsbeitrag sprachen sich die beiden Minister nun für eine Übergangsphase nach dem Brexit-Vollzug aus, um der Wirtschaft "größere Sicherheit" zu geben. Dieser Zeitraum dürfe aber "nicht unbegrenzt" sein. In der Übergangsphase werde Großbritannien "außerhalb der EU-Zollunion" sein und nicht mehr an die EU-Verträge gebunden sein.

In der kommenden Woche sollen die zuständigen britischen Minister detaillierte Papiere vorlegen, in denen sie konkrete Ziele für die Brexit-Verhandlungen formulieren. In Brüssel sind kürzlich die Detailverhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über den Brexit losgegangen. Im Zentrum stehen zunächst die drei großen Austrittsthemen: die künftigen Rechte der EU-Bürger in Großbritannien, die Milliardenforderungen an London wegen des Brexit und die Stellung Nordirlands. afp/AZ

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