Die neue Linken-Chefin Katja Kipping begründete gegenüber der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung": "Kein Mensch braucht mehr als das Vierzigfache des Mindesteinkommens." Ab 40.000 Euro im Monat gebe es ohnehin "kein Mehr an Lebensgenuss", sagte die Linken-Politikerin. "Wenn es dann noch Einkommenszuwächse gibt, fließen sie in die Beeinflussung von politischen Entscheidungen durch Bestechung - oder in zerstörerische Finanzspekulationen."
Kipping verweist auf Forderung in Frankreich
Kipping bezog sich mit ihrer Forderung auf die Debatte im Nachbarland Frankreich. Dort hatte der Linkskandidat Jean-Luc Mélenchon im Präsidentschaftswahlkampf für Jahreseinkommen von mehr als 360.000 Euro einen Steuersatz von 100 Prozent gefordert. "Er war damit sehr erfolgreich", sagte Kipping. Ihr eigener Vorschlag würde, ohne Weihnachts- und Urlaubsgeld gerechnet, bei einem Jahreseinkommen von 480.000 Euro greifen. afp/AZ