Montag, 20. Mai 2013

09. Mai 2011 14:21 Uhr

Nach Tötung Osama bin Ladens

Cheney will wieder "Waterboarding"-Folter einführen

Nach der Tötung Osama bin Ladens wird in den USA wieder über umstrittene Verhörmethoden diskutiert. Denn Erkenntnisse des Geheimdienstes haben zur Spur Bin Ladens geführt.

Knapp eine Woche nach der Tötung Osama bin Ladens hat die US-Regierung Videos aus dessen Versteck präsentiert. Die Darstellung der Todesumstände ändert sich fortlaufend. dpa

Dick Cheney, ehemaliger US-Vizepräsident, hat sich für die Wiedereinführung umstrittener Verhörmethoden ausgesprochen - wie etwa dem weithin als Folter kritisierten  «Waterboarding».

Wie Cheney dem US-Sender Fox News sagte seien einige der frühen Hinweise, die auf  die Spur von El-Kaida-Chef Osama bin Laden geführt hätten, den harten Verhörmethoden zu verdanken gewesen. Er befürworte die  Anwendung derartiger Methoden, sollte es den USA damit möglich  sein, ranghohe Terroristen zu ergreifen. Zugleich wies Cheney  zurück, dass es sich beim «Waterboarding», bei dem Ertrinken  simuliert wird, um Folter handele.

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Debatte über Verhörmethoden wieder angeheizt

Der Sicherheitsberater im Weißen Haus, Tom Donilon, sagte Fox News  hingegen, derartige Verhörmethoden entsprächen nicht den Werten der  Regierung und seien für Geheimdiensterkenntnisse nicht  erforderlich. US-Präsident Barack Obama hatte als eine seiner  ersten Amtshandlungen Anfang 2009 die umstrittenen Verhörmethoden  aus der Regierungszeit seines Vorgängers George W. Bush abgeschafft  und diese mit Folter gleichgesetzt. Die Geheimdiensterkenntnisse,  die zur Tötung Bin Ladens führten, haben die Debatte über diese  Methoden in den USA jedoch wieder angeheizt. US-Agenten waren Bin  Laden durch Aussagen von Gefangenen in CIA-Geheimgefängnissen auf  die Spur gekommen.  afp

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