Startseite
Icon Pfeil nach unten
Politik
Icon Pfeil nach unten

SPD-Parteitag: Christian Ude: Der heimliche Star

SPD-Parteitag

Christian Ude: Der heimliche Star

  • |
  • |
  • |
    Der Münchner Oberbürgermeister ist in Berlin bester Dinge.
    Der Münchner Oberbürgermeister ist in Berlin bester Dinge. Foto: dapd

    Viel hat Christian Ude noch nicht gesagt, um genau zu sein nur zwei Worte: „Grüß Gott.“ Den stürmischen Beifall jedoch, der daraufhin schon einsetzt, hätte mancher andere Redner des Parteitages auch gerne gehabt. Münchens Oberbürgermeister, der 2013 die Macht der CSU brechen will, ist der heimliche Star des letzten Tages – und genießt diese Rolle sichtlich.

    Dass ein Münchner sich in der Debatte über die künftige Finanzpolitik zu Wort melden dürfe, sei nicht ganz selbstverständlich, stichelt Ude. Schließlich sei die Stadt der Sitz der Skandalbank Hypo Real Estate, deren Mitarbeiter noch immer nicht gelernt hätten, Plus und Minus zu unterscheiden. Und die Bayerische Landesbank erst: Hat die nicht eine Milliarde nach der anderen versenkt zulasten des Steuerzahlers? Ein anderes Institut dagegen, sagt Ude, habe in den Krisenjahren 2007 bis 2011 die besten Ergebnisse seiner Geschichte eingefahren – die Münchner Sparkasse. „Und da bin ich verantwortlich.“

    Delegierte applaudieren unermüdlich

    Wenn es gegen die CSU geht, mit etwas Witz zumal, schrecken auch parteitagsmüde Sozialdemokraten wieder aus ihrer vormittäglichen Ruhe auf. Und natürlich ist Ude nicht gekommen, um für das Finanzkonzept von Peer Steinbrück zu werben oder die Gewerbesteuer. Er sucht Aufmerksamkeit – und schafft sie sich auch. Obwohl er noch gar nicht gesagt hat, was er denn ändern würde als Ministerpräsident, applaudieren die Delegierten ihm schon wieder. Ihnen genügen dazu fünf Worte beziehungsweise die damit beschriebene Aussicht: „Eine sozialdemokratisch geführte Bayerische Staatsregierung..."

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden