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Gesundheit: DAK verzichtet auf Zusatzbeitrag

Gesundheit

DAK verzichtet auf Zusatzbeitrag

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    Die neue Krankenkasse DAK-Gesundheit verzichtet ab April 2012 auf die Erhebung eines Zusatzbeitrags. Foto: Lukas Barth dpa
    Die neue Krankenkasse DAK-Gesundheit verzichtet ab April 2012 auf die Erhebung eines Zusatzbeitrags. Foto: Lukas Barth dpa

    Für Gottfried Prehofer war es „die beste Botschaft seit langem“, die er zu verkünden hat: Seit dem 1. April zahlen die über fünf Millionen Mitglieder der DAK-Gesundheit keinen Zusatzbeitrag von monatlich acht Euro mehr. Prehofer ist bayerischer Landeschef der zu Jahresbeginn durch die Fusion von DAK und BKK Gesundheit nochmals deutlich gewachsenen drittgrößten deutschen Krankenkasse. Allein im Freistaat stieg dadurch die Zahl der Mitglieder um rund 76000 auf jetzt 880000.

    Prehofer spricht von einer Trendwende für die DAK. Weil sie zu den wenigen Kassen gehörte, die einen Zusatzbeitrag erheben musste, waren ihr Tausende Mitglieder verloren gegangen. Mittlerweile würden wieder rund 3000 Zugänge wöchentlich registriert, die Zahl der Kündigungen sei um bis zu 80 Prozent gesunken.

    Zusatzbeitrag

    Der Zusatzbeitrag muss dann erhoben werden, wenn die Zuweisungen des Gesundheitsfonds an die Kasse nicht ausreichen. Mit Einführung des Fonds vor gut drei Jahren verloren die Krankenkassen das Recht, selbst über die Höhe des prozentualen Beitragssatzes zu entscheiden. Den jetzt einheitlichen Satz (derzeit 15,5 Prozent) beschließt die Bundesregierung. Eine Folge sei, so Prehofer im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Kassen „nur noch sparen: nicht nur bei den Verwaltungskosten, sondern auch bei Leistung, Forschung und Weiterentwicklung“. Die Branche wünscht sich die alte Autonomie deshalb zurück. Prehofer: „Der Staat muss sich hier ein Stück zurücknehmen.“

    DAK-Versicherte können sich jetzt auch in Bayern wieder in den Hausarztvertrag eintragen. Sie verpflichten sich dann für mindestens ein Jahr, immer zuerst zu ihrem ausgewählten Hausarzt zu gehen, bevor sie beispielsweise einen Facharzt aufsuchen können. Finanzielle Vorteile für die Patienten ergäben sich dadurch aber nicht, sagt dazu DAK-Vertragsexpertin Sophie Schwab.

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