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Kommentar: Die Verantwortung der Multi-Milliardäre

Kommentar

Die Verantwortung der Multi-Milliardäre

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    Buffett und Gates bringen 40 Milliardäre zum Spenden
    Buffett und Gates bringen 40 Milliardäre zum Spenden Foto: DPA

    Geld hat in Deutschland ein schlechtes Image, doch wer viel davon hat, gibt es nur ungern wieder her. Zugegeben, das ist eine Verallgemeinerung, die jedoch einen wahren Kern hat.

    Jetzt wird das Land durch unverschämt großzügige US-Milliardäre dazu gezwungen, sich mit den Themen Reichtum und Verantwortung zu beschäftigen. Der erste Reflex: Zweifel an den hehren Absichten der Initiative von Bill Gates und Warren Buffet.

    Nun mag es sein, dass nicht alle unter den 40 Dollar-Milliardären, die den beiden Vorzeige-Reichen folgen, ausschließlich edle Motive haben. Doch Männer wie Gates und Buffet, die seit Jahren zu den größten Spendern für wohltätige Zwecke auf dem Erdball zählen, kann man ehrenhafte gesellschaftspolitische Beweggründe kaum absprechen. Ein Verständnis, das in den USA weit stärker entwickelt ist als in Europa.

    Doch es gibt auch hierzulande Vermögende, die aus Überzeugung Spenden und Steuern zahlen. Gleichzeitig erlebt das Stiftungswesen einen Aufschwung. Klar aber ist, dass Privatspenden - sollten sie auch noch so ergiebig sprudeln - nur unterstützend wirken können. Denn natürlich bestimmt der Geber, was mit seinem Geld geschieht. Der koordinierte Einsatz solcher Mittel ist also per se schon ausgeschlossen.

    Ein Umstand, der den Wert des Mäzenatentums keinesfalls schmälert. Nicht zuletzt der karitative Sektor, aber auch Bildungseinrichtungen oder der Naturschutz profitieren von dem Engagement - wenn auch in weit geringerem Umfang als in den USA.

    Allein durch Mildtätigkeit kann jedoch eine Entwicklung nicht gestoppt werden, die längst die Grundpfeiler unseres Gesellschaftlichen gefährdet: Der Abstand zwischen Arm und Reich wird nicht geringer, sondern größer - das gilt übrigens auch für die USA. Ein Kommentar von Simon Kaminski

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