Im neuen Familienbericht, der vom Bundesfamilienministerium in Auftrag gegeben wurde, wird laut einem Medienbericht die Verkürzung der Elternzeit gefordert.

Durch die Verkürzung der Elternzeit sollen die Unternehmen entlastet werden, berichtet die "Welt". Die Sachverständigenkommission zum Achten Familienbericht kritisiere die gesetzliche Dauer von drei Jahren als «insgesamt fragwürdig, so die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf den noch unveröffentlichten Bericht. Regierungsberater plädieren darin den Angaben zufolge für eine Verkürzung der Elternzeit auf zwei Jahre.
Die Chance, bis zu drei Jahre aus dem Berufsleben auszusteigen, bedeute "eine große organisatorische und finanzielle Belastung für die Unternehmen", heißt es laut Welt in dem Bericht. Stattdessen werden zwei Jahre Elternzeit vorgeschlagen. Eine andere Möglichkeit wäre nach Vorstellung der Experten, eine volle Auszeit nur noch für ein Jahr zu gewähren, danach aber eine Teilzeit-Arbeit von den Eltern zu verlangen.
Alle fünf Jahre wird der Familienbericht im Auftrag des Bundesfamilienministeriums erstellt. Er trägt den Angaben zufolge diesmal den Titel "Zeit für Familie". Darin fordern die Wissenschaftler darin zudem eine Überprüfung des Ehegatten-Splittings, weil die Regelung dazu beitrage, dass viele Frauen keine Erwerbstätigkeit anstrebten, so die Welt.
Das Elterngeld bringt mehr Mütter dazu, nach der Geburt ihres Kindes wieder arbeiten zu gehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag des Bundesfamilienministeriums. Der Effekt macht sich allerdings erst im zweiten Jahr nach der Geburt bemerkbar. AZ/afp
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