Nach einer "Riesenauseinandersetzung" hat die Ex-Freundin von Patrick Sensburg den CDU-Politiker wegen Körperverletzung angezeigt. Der Strafanzeige sei eine "Riesenauseinandersetzung" in seiner Berliner Wohnung vorausgegangen, sagte der Vorsitzende des NSA-Untersuchungsausschusses im Bundestag der Bild am Sonntag. Dabei seien beide "richtig aufeinandergeknallt". Inzwischen habe seine Ex-Freundin die Strafanzeige zurückgezogen, "weil sie mir nicht schaden möchte", fügte Sensburg hinzu.
Sensburg: Weder Ex-Freundin geschlagen noch gewürgt
Die Frau habe unmittelbar nach dem Vorfall Mitte Dezember Anzeige erstattet und sich ärztlich untersuchen lassen, um ihre Verletzungen zu dokumentieren, berichtete die Zeitung. Sie habe unter anderem angegeben, von Sensburg geschlagen und gewürgt worden zu sein. Nach Angaben des Blatts wollte sich die Frau nicht selbst zu dem Vorfall äußern.
Der 43-jährige Sensburg wurde in Bild am Sonntag mit den Worten zitiert, er "habe sie bei der Rangelei weder geschlagen noch gewürgt". Weiter hieß es: "Ich habe sie an den Armen gepackt, sie hat sich gewehrt, ich habe sie aus der Wohnung geschmissen." Er habe "das Gespräch beenden" wollen, "weil es keinen Sinn machte".
CDU-Politiker erfährt von Anzeige über Bild-Anfrage
Von der Strafanzeige habe Sensburg nach eigenen Angaben erst durch eine Anfrage von Bild am Sonntag erfahren, schrieb die Zeitung. Daraufhin habe er mit seiner Ex-Freundin telefonisch "ein zweistündiges Gespräch" geführt. "Sie ist noch sehr gekränkt - darüber, dass ich sie einfach rausgeschmissen habe und dann auch noch so rabiat", wurde er zitiert.
Sensburg sitzt seit April dem Untersuchungsausschuss zur Affäre um den US-Geheimdienst NSA vor. Dem Bundestag gehört er als direkt gewählter Abgeordneter des Hochsauerlandkreises in Nordrhein-Westfalen an. afp