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Liberale: FDP-Führung setzt sich bei Mindestlohn auf Parteitag durch

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FDP-Führung setzt sich bei Mindestlohn auf Parteitag durch

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    FDP-Führung setzt sich bei Mindestlohn auf Parteitag durch
    FDP-Führung setzt sich bei Mindestlohn auf Parteitag durch

    Die FDP zieht mit der Forderung nach  einer Ausweitung von Lohnuntergrenzen in den Wahlkampf. Die  Delegierten des FDP-Parteitags in Nürnberg votierten am  Samstagabend nach lebhafter Debatte für einen entsprechenden Antrag  der Parteiführung. Für diesen Antrag stimmten 330 Delegierte, das  entsprach 57,4 Prozent der gültigen Stimmen. Die Kurskorrektur war auf dem Parteitag umstritten. Mehrere  Landesverbände hatten Gegenanträge vorgelegt, weil sie einen zu  großen staatlichen Einfluss auf die Lohnfindung befürchten.

    Unangemessen niedrige Löhne sollen unterbunden werden

    Parteichef Philipp Rösler betonte in der Debatte, dass die FDP gesetzliche flächendeckende Mindestlöhne weiterhin ablehne. Der Vorschlag der Parteiführung ziele darauf ab, unangemessen niedrige  Löhne in bestimmten Branchen und Regionen zu unterbinden. Ähnlich  äußerte sich Fraktionschef Rainer Brüderle. "Wir sind energische  Gegner von allen gesetzlichen Mindestlöhnen", sagte er. Allerdings  erfordere die soziale Marktwirtschaft einen "Ordnungsrahmen", um  Lohn-Dumping zu verhindern.

    Letztes Wort bei Arbeitgebern und Gewerkschaften

    Der nun angenommene Antrag der Parteiführung sieht vor, die bislang  schon bestehenden Möglichkeiten für regionale und  branchenspezifische Lohnuntergrenzen für weitere Branchen zu  öffnen. Das letzte Wort sollen dabei Arbeitgeber und Gewerkschaften haben. In Branchen ganz ohne Tarifpartner könnte eine Kommission  Lohnempfehlungen abgeben. Bislang hatte die FDP neue Regelungen zum  Mindestlohn abgelehnt. (afp)

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