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Atomkatastrophe: Fukushima: Die nächsten Stunden sind entscheidend

Atomkatastrophe

Fukushima: Die nächsten Stunden sind entscheidend

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    Das AKW Fukushima II auf einer Satellitenaufnahme. Foto: Google/DigitalGlobe dpa
    Das AKW Fukushima II auf einer Satellitenaufnahme. Foto: Google/DigitalGlobe dpa

    Aus Fukushima gibt es erste kleine Erfolgsmeldungen, doch es bleibt ein Kampf gegen die Zeit: Mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln kämpft das japanische Militär gegen Kernschmelzen in den  Reaktor-Wracks des Atomkraftwerks Fukushima. Mit Wasser-Abwürfen aus der Luft und Spritzkanonen am Boden versuchen die Soldaten, den havarierten Reaktor 3 zu kühlen. Der Betreiber Tepco bewertete diese Versuche als erfolgreich, weil Wasserdampf aus dem überhitzten Meiler aufstieg. Die Behörden geben trotzdem noch keine Entwarnung und die Strahlung bleibt hoch. Experten gehen davon aus, dass die nächsten Stunden über Erfolg oder Misserfolg entscheiden werden.

    Die eingesetzten Hubschrauber können nach Informationen des Fernsehsenders NHK 7,5 Tonnen Wasser fassen. Schwierig sei es aber, das Wasser an den entscheidenden Stellen zu verteilen. "Am wichtigsten ist jetzt, große Wassermengen auf die Reaktorblöcke 3 und 4 zu schütten, vor allem um die Kühlbecken zu füllen", sagte Atombehörden-Sprecher Hidehiko Nishiyama der Agentur Kyodo.

    Ob die große Atom-Katastrophe noch verhindert werden kann, entscheidet sich nach Einschätzung der Strahlenschutz-Gesellschaft vermutlich bis Samstag: Entscheidend ist, ob es gelingen wird, Block 4 zu kühlen. Denn hier liegen die Kernbrennstäbe außerhalb der stählernen Schutzhülle offen in einem Abklingbecken. Andere Experten vertreten die Auffassung, dass jeder Tag ohne volle Kernschmelze ein gewonnener Tag sei.

    Auch am Freitag soll Block 3 wieder mit Wasser von außen bespritzt werden, wie Regierungssprecher Yukio Edano sagte. Bis dahin wollen Techniker zudem eine Notstromleitung verlegen. Über Block 2 in Fukushima stieg am Abend erneut Rauch auf, wie Kyodo mit Bezug auf Satellitenfotos berichtete.

    Die letzten verbliebenen Arbeiter im Unglücks-Atomkraftwerk sind nach Einschätzung des Präsidenten der Gesellschaft für Strahlenschutz "Todeskandidaten". Die gewaltige radioaktive Strahlung sei für sie eine "Katastrophe", die sie wohl früher sterben lasse, sagte Sebastian Pflugbeil der dpa. Trotzdem meldeten sich japanische Bürger freiwillig, um die Arbeiter im havarierten AKW unterstützen, wie die BBC berichtete.

    Gute Nachrichten gibt es immerhin weiter von der Wetterfront: Auch am Freitag soll der Wind von Fukushima in Richtung Osten wehen und damit giftige Strahlenpartikel auf den Pazifik hinaus tragen. dpa

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