Die Truppen des libyschen Übergangsrates haben offenbar Gaddafis Regierungssprecher festgenommen. Er soll Frauenkleider getragen haben.

Den Truppen des libyschen Übergangsrates ist offenbar ein Erfolg im Kampf gegen das Gaddafi-Regime gelungen: Offenbar haben die Aufständischen Mussa Ibrahim, den Regierungssprecher von Muammar al-Gaddafi, festgenommen. Er wurde nach Angaben der Rebellen beim Verlassen der Stadt Misrata geschnappt worden, berichtete der Fernsehsender der Rebellen.
Ibrahim soll Frauenkleider getragen haben und sei verschleiert gewesen, heißt es. Gaddafis Regierungssprecher war von den Aufständischen Mitte September für tot erklärt worden. Ibrahim meldete sich später jedoch mit einer Botschaft an die letzten Anhänger Gaddafis.
Unterdessen hat Interpol Gaddafis drittältesten Sohn, Al-Saadi, auf seine Fahndungsliste gesetzt. Al-Saadi hatte sich vor Kurzem ins westafrikanische Niger abgesetzt. Interpol folgte mit der Maßnahme einem Antrag der neuen libyschen Justiz. Al-Saadi wird vorgeworfen, als Chef des libyschen Fußballverbandes fremdes Eigentum unterschlagen zu haben.
Am 9. September hatte Interpol bereits Muammar al-Gaddafi und seinen Sohn Saif al-Islam sowie den früheren Geheimdienstchef Abdullah Senussi auf seine Fahndungsliste gesetzt. Ihnen werden Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen. Gaddafi hatte zuletzt angekündigt, für den Märtyrer-Tod bereit zu sein.
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