Ob die Rebellen auch für seine Sicherheit garantieren können, wollte Al Saadi, Sohn von Muammar al Gaddafi, offenbar am Telefon wissen. Wie die libyschen Rebellen verkündet haben, will sich Gaddafis Sohn stellen.
Gaddafis Sohn verhandelt am Telefon
Al Saadi habe ihn angerufen, um über seine Kapitulation zu verhandeln, sagte der Kommandeur der Aufständischen in der Hauptstadt Tripolis, Abdel Hakim Belhadsch. Wie der Kommandeur sagte wollte Gaddafis Sohn am Telefon wissen, ob die Rebellen für seine Sicherheit garantieren könnten. Der Rebellenkommandeur sicherte dem Gaddafi-Sohn nach eigenen Angabenzu, dass ihm nichts geschehen, er aber im Einklang mit den Gesetzen behandelt werde. Am Mittwochmorgen habe sich der Sohn des langjährigen Machthabers erneut gemeldet, er habe den Anruf aber verpasst, sagte Belhadsch.
Tausende Libyer feiern ihre Freiheit
Derweil haben tausende Libyer den Beginn des Fastenbrechens am Mittwoch mit Freudenfeiern ihrer neu gewonnenen Freiheit nach dem Sturz von Muammar al Gaddafi verbunden. In Tripolis jubelten zahllose Menschen auf den Straßen, versammelten sich auf dem Märtyrer-Platz der Hauptstadt und beteten, während Kämpfer Freudenschüsse in die Luft abgaben. Die Rebellen stellten sich in langen Reihen auf und nahmen den Dank der Menschen entgegen. "Libyen ist frei" war in begeisterten Rufen zu hören. dapd/AZ