Gregor Gysi, der Fraktionschef der Linken im Bundestag, setzt sich für eine Legalisierung von Haschisch ein. «Alkohol ist auch nicht verboten», meint er.

Gregor Gysi, der Fraktionschef der Linken im Bundestag, setzt sich für eine Legalisierung von Haschisch ein. «Alkohol ist auch nicht verboten», sagte Gysi der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» («FAS»). Der Kampf gegen Haschischkonsum «bei gleichzeitiger Legalisierung ist wohl der richtige Ansatz». Bereits vor Jahren hatte Gysi mit der gleichen Argumentation für die Freigabe so genannter weicher Drogen geworben.
Die Linkspartei tritt für eine staatliche Regulierung des Cannabismarktes nach dem Vorbild der Niederlande ein. Im Wahlprogramm wurde gefordert, den Drogenmarkt durch ein Abgabemodell für Cannabis zu regulieren, «welches den Besitz, Erwerb, Anbau und Handel unter Berücksichtigung des Jugendschutzes legalisiert». Für die Teilnahme am Straßenverkehr bei Cannabiskonsum sollten Grenzwerte ähnlich der Promille-Regelung bei Alkohol festgelegt werden, bei entsprechender Indikation müsse der Wirkstoff als Arzneimittel zugelassen werden.
Eine Forderung nach einem «Recht auf Rausch» haben auch die NRW- Linken in einem Programmentwurf zur Landtagswahl im Jahr 2010 erhoben. Gysi sagte dazu: «Bei harten Drogen sehen wir das allerdings anders.» (dpa)
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