Offiziell hat der Wahlkampf des US-Präsidenten noch nicht begonnen, aber Hollywood hat schon ein Hochglanz-Video über Barack Obama präsentiert. Mit schönen Bildern und großen Worte sorgt ein kinoreifer Wahlwerbefilm für US-Präsident Barack Obama mit Hollywood-Star Tom Hanks als Sprecher für Wirbel in den USA.
Schweigen über Obamas Flopps
Der 17 Minuten lange Spot, der vom Oscar-prämierten Regisseur Davis Guggenheim gedreht wurde, rückt die erste Amtszeit des Demokraten in ein mehr als rosiges Licht. Obamas Kampf gegen die Finanzkrise, sein erfolgreiches Todeskommando gegen Osama bin Laden werden herausgestellt. Kommentatoren sprechen von Obamas Wahlkampfauftakt - knapp acht Monate vor den Präsidentenwahlen am 6. November.
Das ist Barack Obama
Barack Hussein Obama Junior wurde am 4. August 1961 in Honolulu (Hawaii) geboren.
Die Mutter war eine Anthropologin aus den USA, Obamas Vater, der die Familie wenig später verließ, war Kenianer.
Von 1967-1970 lebte Obama in Jakarta (Indonesien), bevor die Familie wieder nach Hawaii zurückkehrte.
Obama studierte in New York Politikwissenschaften und wenig später an der renomierten Harvard University Jura. Er beendete sein Studium als Juris Doctor.
In Harvard lernte er 1988 auch Michelle Robinson kennen, die ebenfalls Jura studierte. 1992 heiratet das Paar und bekommt zwei Töchter.
In Chicago schlug Obama 1992 schließlich eine politische Laufbahn ein. Er unterstützte Bill Clinton bei seinem Wahlkampf um die US-Präsidentschaft.
Am 20. Januar 2009 wurde er zum 44. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt.
Am 17. Januar 2009 wurde er als erster dunkelhäutiger Präsident Amerikas in sein Amt eingeführt.
Im selben Jahr noch wurde ihm der Friedensnobelpreis für seinen Einsatz zur Stärkung der internationalen Diplomatie verliehen.
Seitdem hatte Obama Schwierigkeiten, den enorm hohen Erwartungen standzuhalten. Die Wirtschaftskrise setzte seiner Regierung, die ohnehin leere Kassen übernommen hatte, schwer zugesetzt.
Dennoch wurde Obama im November 2012 wiedergewählt. In einem Kopf-an-Kopf-Rennen setzte er sich gegen seinen Konkurrenten Mitt Romney durch.
Weitere Erfolge, die in dem Streifen herausgestrichen werden: Das Ende des Irak-Krieges, die Gesundheits- und Finanzreformen. Über Obamas Flopps wird dagegen geschwiegen: Seine unerfülltes Versprechen, das weltweit kritisierte Gefangenlager Guantánamo zu schließen, das Zögern und Zaudern in Sachen Umweltpolitik, die nach wie vor hohe Arbeitslosigkeit.
Die oppositionellen Republikaner taten den Film als fiktionales Werk á la Hollywood ab, wie die Washington Post schrieb. Regisseur Guggenheim hatte Obama bereits 2008 im Wahlkampf mit einem 30-minütigen Werbefilm unterstützt. 2007 hatte der Regisseur und Filmemacher für die Klima-Dokumentation Eine unbequeme Wahrheit des ehemaligen US-Vizepräsidenten Al Gore den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen. dpa