Bei Protesten der Occupy-Bewegung im kalifornischen Oakland sind Medienberichten zufolge mindestens 200 Menschen festgenommen worden. Drei Polizisten wurden bei den Auseinandersetzungen mit Demonstranten am Samstag verletzt, wie unter anderem die New York Times unter Berufung auf die Behörden meldete.
Demnach hatten Demonstranten tagsüber versucht, verschiedene Gebäude zu besetzen, darunter das Rathaus und ein geschlossenes Konferenzzentrum. Dabei rissen sie den Angaben zufolge Zäune nieder und zerstörten Baugeräte. Außerdem sollen Randalierer Polizisten mit Stahlrohren, Flaschen, Steinen und selbst gebastelten Brandsätzen beworfen haben. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt.
Occupy-Proteste: Schlimmsten Auseinandersetzungen seit November
Demonstranten gelang es am Abend auch, kurzfristig in das Rathaus einzudringen, wie die Oakland Tribune berichtete. Sie hätten zwei Nationalflaggen gestohlen und sie dann draußen in Brand gesetzt. US-Medien sprachen von den schlimmsten Auseinandersetzungen seit November, als die die Polizei in Oakland ein Demonstrantenlager gewaltsam abgerissen hatte.
Die Bewegung "Occupy Wall Street" ("Besetzt die Wall Street") hatte im September in New York ihren Ausgang genommen und sich auf andere Städte ausgeweitet. Sie kritisiert das soziale Ungleichgewicht in den USA.