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22. Februar 2012 08:09 Uhr

Zugang verweigert

Iran: Atominspekteure dürfen nicht in Anlage

Hat der Iran bereits eine Atombombe, baut er gerade daran? Die Arbeit der Atominspekteure im Iran wird gerade wieder behindert.

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad.

Die Inspekteure der Internationalen  Atomenergiebehörde (IAEA) sind derzeit wieder im Iran. Doch die Arbeit der Atominspekteure wird im Iran behindert. Erneut ist den Inspekteuren der IAEA der Zugang zu der auf einem Militärstützpunkt gelegenen  Anlage Parschin verweigert worden, erklärte die IAEA am Mittwoch in  Wien. Außerdem wurde die mangelnde Kooperation des Iran mit der IAEA-Delegation  beklagt. Auch bei  der Klärung noch offener Fragen zum iranischen Atomprogramm gebe es keine  Fortschritte. Bei dem Besuch sollten laut IAEA «mögliche militärische  Dimensionen» des iranischen Atomprogramms geklärt werden.

Iran spricht von intensiven Gesprächen

Die Meldungen aus dem Iran sprechen eine andere Sprache. Der iranische IAEA-Gesandte Ali Asghar Soltanieh erklärte laut  der Nachrichtenagentur ISNA, die Gespräche in Teheran seien intensiv gewesen und hätten sich um «Zusammenarbeit und  gegenseitiges Verständnis zwischen Iran und der IAEA» gedreht. Die  Gespräche würden fortgesetzt.

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Atomkontrolleure erhalten keinen Zutritt

Das hochrangige IAEA-Team um den Belgier Herman Nackaerts hatte  die Anlage Parschin bereits bei seinem Besuch Ende Januar  besichtigen wollen, war aber auch damals nicht vorgelassen worden.  Die Experten, die sich seit Montag erneut im Iran aufhielten,  werden am Mittwoch in Wien zurück erwartet.

Verdacht: Geheimer Bau einer Atombombe

Die EU prüft derzeit die Antwort des Iran auf ihr Angebot zur  Wiederaufnahme der Atomgespräche zwischen Teheran und den fünf  UN-Vetomächten und Deutschland, die im Januar 2011 abgebrochen  worden waren. Grundsätzlich hat Teheran seine Bereitschaft zu  erneuten Gesprächen erklärt, zugleich aber den Ton verschärft. Der  Westen verdächtigt den Iran, unter dem Deckmantel seines zivilen  Atomprogramms am Bau einer Bombe zu arbeiten. Teheran weist dies  zurück und beharrt auf dem Recht zur Nutzung der Atomenergie. afp/AZ

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