43 Prozent der befragten Nutzer (umgerechnet wären das 22 Millionen Deutsche) gaben jetzt bei einer Untersuchung an, dass ihr Computer schon einmal mit einem Schadprogramm infiziert gewesen sei. Das sind fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, berichtete das Bundeskriminalamt (BKA).
Schadprogramme, die den Rechner lahmlegen oder Kennworte ausspionieren, sind jedoch nur eine Gefahr. Auch Betrügereien beim Online-Shopping und "Phishing", das Ausspähen von Zugangsdaten, nimmt der Studie von BKA und Internet-Branchenverband Bitkom zufolge zu.
Die Täter werden immer dreister - und gehen immer professioneller vor
Dass die Zahlen steigen, liegt mit daran, dass die Täter immer dreister und professioneller vorgehen. "Die Täter sind höchst innovativ, flexibel und reagieren auf neue Sicherungstechniken mit neuen oder angepassten Begehungsweisen", sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke.
Verbraucher sind also gut beraten, sich um ihren Schutz im Internet selbst zu kümmern. Denn das macht längst nicht jeder. 20 Prozent der Nutzer, so die Untersuchung, gehen noch immer ohne aktuelles Virenschutzprogramm ins Netz. Sie sind damit leichte Beute für schädliche Programme wie Viren und Trojaner.
Daneben raten BKA und Bitkom zu gesundem Misstrauen. Wer mit seinen persönlichen Daten zurückhaltend umgeht und Angebot im Internet kritisch prüft, sollte vor Kriminellen weitgehend sicher sein.