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Nach Haft-Entlassung: Künstler Ai Weiwei unter Hausarrest

Nach Haft-Entlassung

Künstler Ai Weiwei unter Hausarrest

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    Der Künstler Ai Weiwei ist wieder auf freiem Fuß. dpa
    Der Künstler Ai Weiwei ist wieder auf freiem Fuß. dpa

    Raus aus der Haft, aber nun unter Hausarrest: Der chinesische Künstler und  Regierungskritiker Ai Weiwei darf nach seiner überraschenden Freilassung sein Haus nicht "ohne  Erlaubnis" verlassen, wie das Außenministerium in  Peking am Donnerstag mitteilte.

    Ai hatte sich zunächst noch glücklich über seine Freilassung auf Kaution nach gut zweieinhalb Monaten Haft gezeigt. "Mir geht es gut", sagte Ai Weiwei. "Ich bin sehr glücklich frei zu sein und ich bin sehr glücklich wieder bei meiner Familie zu sein."

    Über die Umstände seiner Freilassung wollte er keine genaueren Angaben machen: "Ich bin auf Kaution frei, daher kann ich keine Informationen geben." Der Künstler war Anfang April in Peking festgenommen und bis Mittwoch an einem unbekannten Ort festgehalten worden. Freigelassen wurde Ai Weiwei unter anderem, weil er chronisch krank sei, hieß es in der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

    Der unter Diabetes leidende 54-Jährige habe zudem zuvor, so berichtet Xinhua weiter, ein Geständnis wegen Steuerhinterziehung abgelegt. Ai habe seine "Vergehen zugegeben" und damit eine "gute Haltung" bewiesen. Der international renommierte Künstler und prominente Kritiker der chinesischen Führung war am 3. April festgenommen worden. Nur Ehefrau Lu Qing durfte ihn im Mai kurz besuchen.

    International war Ais Festnahme  scharf kritisiert worden. Mehr als 100.000 Menschen unterzeichneten eine Petition für seine Freilassung, die von dem New Yorker Guggenheim-Museum initiert worden war. Die Regierung in Peking hatte lediglich mitgeteilt, dass ihm "Wirtschaftsverbrechen" vorgeworfen werden. Details nannte sie nicht. Xinhua berichtete vor etwa einem Monat, damals unter Berufung auf die Polizei, die Ais Firma Fake Cultural Development habe eine "riesige Summe" an Steuern hinterzogen. Ais Familie wies die Anschuldigungen damals zurück. (afp, AZ)

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