Startseite
Icon Pfeil nach unten
Politik
Icon Pfeil nach unten

Linkspartei: Zimmermann und Schwabedissen wollen den Chefposten

Politik

Linkspartei: Zimmermann und Schwabedissen wollen den Chefposten

  • |
  • |
  • |
    Die Linkspartei im Kampf um die Macht: Als erste Frau erklärte die Abgeordnete Sabine Zimmermann ihre Kandidatur für den Vorsitz. Ihre Ankündigung verband die 51-Jährige mit scharfer Kritik am Erscheinungsbild der Partei.
    Die Linkspartei im Kampf um die Macht: Als erste Frau erklärte die Abgeordnete Sabine Zimmermann ihre Kandidatur für den Vorsitz. Ihre Ankündigung verband die 51-Jährige mit scharfer Kritik am Erscheinungsbild der Partei. Foto: dpa

    Die Linkspartei im Kampf um die Macht: Als erste Frau erklärte die Abgeordnete Sabine Zimmermann ihre Kandidatur für den Vorsitz. Ihre Ankündigung verband die 51-Jährige mit scharfer Kritik am Erscheinungsbild der Partei. Sie wolle "weitere unwürdige innerparteiliche Querelen" vermeiden und die Partei zur Sacharbeit zurückführen, erklärte Zimmermann. Allerdings sehen die Parteistatuten vor, dass einer der beiden Parteivorsitzenden aus dem Westen kommen muss und der andere aus dem Osten.

    Linke: Schwabedissen ist interessiert

    Mindestens einer der beiden Spitzenposten muss von einer Frau besetzt sein. Aus Proporzgründen wäre eine Doppel-Spitze der beiden Ostdeutschen Zimmermann und Fraktionsvize Dietmar Bartsch nicht möglich. Die neue Linken-Führung soll am 2. und 3. Juni gewählt werden. Auch die NRW-Landeschefin Katharina Schwabedissen erwägt unterdessen eine Kandidatur für den weiblichen Part der Linkspartei-Doppelspitze. "Ich schließe eine Kandidatur für den Parteivorsitz nicht aus", sagte sie der "Mitteldeutschen Zeitung" (Dienstag). Sie müsse sich aber noch mit ihrem Landesvorstand und ihren Söhnen besprechen.

    Linkspartei: Spitzentreffen ohne Ergebnis

    Linke-Parteichef Klaus Ernst hatte am Montag in Richtung der Unterstützer von Bartsch vor einem Sieg der "destruktiven Kräfte" gewarnt, nachdem ein Dreier-Treffen mit Oskar Lafontaine ergebnislos geblieben war. Unterdessen stürzt die Linke in Umfragen ab. Ein Krisentreffen von Ernst, Lafontaine und Bartsch am Sonntagabend war ergebnislos verlaufen. Ernst sagte nach einer Sitzung des geschäftsführenden Vorstands am Montag in Berlin, es bleibe dabei, dass Lafontaine nicht in einer Kampfkandidatur gegen Bartsch antreten werde.

    Ernst: Machtkampf ist "absurd"

    Gleichzeitig halte Bartsch seine Kandidatur aufrecht. Eindeutig geklärt worden sei bei dem Gespräch, dass Lafontaine nur dann als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl 2013 zur Verfügung stehe, wenn er auch zum Parteichef gewählt werde. Der Lafontaine-Befürworter Ernst wertete den Machtkampf als "wirklich absurd". "Wenn die destruktiven Kräften in der Linken sich durchsetzen, wird die Linke schwächer sein als es die PDS je war", mahnte er, ohne Bartsch und dessen Unterstützer explizit zu nennen.

    Sabine Zimmermann zeigte sich kritisch: Die Linke habe die Hoffnungen ihrer Wähler "bislang bitter enttäuscht", kritisierte Zimmermann. Eine Parteinahme für Lafontaine oder Bartsch vermied Sabine Zimmermann in ihrer Erklärung aber. (afp, AZ)

    Diskutieren Sie mit
    XXX 0 Kommentare
    hier kommen komentare rein
    Dieser Artikel kann nicht mehr kommentiert werden