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Mappus sagt Stuttgart-21-Gegnern Kampf an

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Mappus sagt Stuttgart-21-Gegnern Kampf an

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    Mappus sagt Stuttgart-21-Gegnern Kampf an
    Mappus sagt Stuttgart-21-Gegnern Kampf an Foto: DPA

    Den Stuttgart-21-Gegnern gehe es nicht um das Bahnprojekt, sondern um einen Machtwechsel nach der Wahl am 27. März 2011. Zur selben Zeit demonstrierten in Stuttgart erneut mehrere zehntausend Menschen gegen das Milliarden-Projekt.

    "Mit Protest ist dieses Projekt nicht zu kippen", zeigte sich Mappus beim Landestag der Jungen Union in Ehingen entschlossen. Der Umbau des Kopfbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und die Anbindung an die neue ICE-Trasse nach Ulm sei eine "Jahrhundertchance", von der man die Menschen nur noch stärker überzeugen müsse. Er stellte klar: "Mit mir gibt es keinen Baustopp."

    Schützenhilfe bekam er von der FDP: Der Landesvorstand unterstützt das Bahnprojekt, weil es für die Zukunftsfähigkeit des Landes unabdingbar sei, so Landeschefin Birgit Homburger in einer Mitteilung. Die oppositionellen Grünen lehnen das Projekt dagegen ab. Die SPD will nach jahrelanger Unterstützung des Vorhabens nun eine Volksbefragung.

    Unter dem Motto "Endspurt gegen Stuttgart 21 - Volksversammlung" hatte ein Aktionsbündnis am Samstag zum erneuten Protest aufgerufen. Zehntausende - die Veranstalter sprachen von mehr als 50 000 Menschen, die Polizei zählte über 30 000 - machten mit Plakaten, Pfiffen und Protestrufen ihrem Unmut gegen das Großprojekt Luft. Selbst den Tag der offenen Tür in Mappus Amtssitz nutzten sie, um mit Trillerpfeifen und Transparenten Stimmung zu machen.

    Derweil bot Bahn-Chef Rüdiger Grube den Gegnern ein Gespräch an. "Lasst uns an einen Tisch setzen, lasst uns gemeinsam die Experten anhören. Die Wahrheit muss endlich auf den Tisch", sagte er im "Spiegel". Grube glaubt aber nicht, dass die Landesregierung das umstrittene Projekt noch kippen wird.

    Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG geht bei einem derzeitigen Stopp der Bauarbeiten von mindestens 1,4 Milliarden Euro Kosten aus, darüber hinaus müssten weitere 1,8 Milliarden für die Erneuerung von Gleisvorfeld und Abstellanlagen finanziert werden. Die Kosten für die Umwandlung des Hauptbahnhofs in eine unterirdische Durchgangsstation und die geplante Neubaustrecke nach Ulm beziffert die Bahn auf 7 Milliarden Euro. Kritiker halten hingegen einen zweistelligen Milliardenbetrag für möglich.

    Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) meinte im "Hamburger Abendblatt": "Es besteht ein bundesweites Interesse, dass der Südwesten nicht von einem modernen Fernverkehr in Europa abgehängt wird." Verdi-Chef Frank Bsirske kritisierte in einem Grußwort zur Demo aus der Ferne hingegen: "Hier werden die Euros nur so rausgeworfen, für einen Bahnhofsumbau, dessen Nutzen mehr als zweifelhaft ist."

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