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Pakistan: Millionen Flutopfer kämpfen noch immer ums Überleben

Pakistan

Millionen Flutopfer kämpfen noch immer ums Überleben

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    Jahrhundertflut in Pakistan 2010. dpa
    Jahrhundertflut in Pakistan 2010. dpa

    Nach zwei Jahren heftiger Überschwemmungen kämpfen in Pakistan noch Millionen Flutopfer ums Überleben. Wie das Humanitäre Forum Pakistan, ein Zusammenschluss der 41 größten Hilfsorganisationen in dem Land, am Donnerstag mitteilte, sind die Bewohner der Überschwemmungsgebiete weiter akut durch Hunger und Krankheiten bedroht. 2,5 Millionen Menschen mangelt es demnach an Lebensmitteln, Trinkwasser, Unterkunft und medizinischer Versorgung. Es werde für sie "äußerst schwierig", die kommenden Monate zu überleben, warnte die Leiterin von Oxfam in Pakistan, Neva Khan.

    In Pakistan kämpfen noch Millionen Flutopfer ums Überleben

    Die Fluten hätten die Nahrungsmittelkrise in der am schwersten betroffenen Provinz Sindh im Süden noch verschlimmert, fügte der Chef der Hilfsorganisation Save the Children, David Wright, hinzu. Dort gebe es mittlerweile mehr Unterernährte als in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Insgesamt haben den Angaben zufolge 43 Prozent der Flutopfer nicht genug zu essen, dramatisch ist die Lage demnach auch in der Provinz Baluchistan.

    Die internationale Gemeinschaft und die pakistanische Regierung müssten ihre Hilfen darum "umgehend" aufstocken, forderte Oxfam-Chefin Khan. Ein Aufruf der Vereinten Nationen vom September habe bislang nur die Hälfte der benötigten 357 Millionen Dollar (knapp 274 Millionen Euro) eingebracht.

    Hilfsorganisationen kritisieren schleppende Zahlungsbereitschaft

    In den beiden vergangenen Jahren hatte es in Pakistan verheerende Überschwemmungen gegeben. Im Sommer 2010 lösten Monsunregen die schwerste Flutkatastrophe in der Geschichte des Landes aus: Rund 1750 Menschen kamen ums Leben, 21 Millionen Menschen waren nach UN-Angaben betroffen. Im Sommer 2011 wurden in der südlichen Provinz Sindh durch neue Überschwemmungen erneut Ernten, Viehbestände und Lebensmittelvorräte vernichtet. AZ/afp

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