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Sprecher von Aigner: Neue Facebook-Profile sind Schritt zum gläsernem Nutzer

Sprecher von Aigner

Neue Facebook-Profile sind Schritt zum gläsernem Nutzer

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    Facebook-Chronik: Die neue Darstellung der Benutzerprofile soll alle Daten eines Nutzers als Lebensgeschichte zusammenführen. (Foto: Julian Stratenschulte) dpa
    Facebook-Chronik: Die neue Darstellung der Benutzerprofile soll alle Daten eines Nutzers als Lebensgeschichte zusammenführen. (Foto: Julian Stratenschulte) dpa

    Der bald verpflichtende digitale  Lebenslauf ( Timeline) für die Nutzer des sozialen Netzwerks Facebook ist nach  Ansicht des Sprechers von Bundesverbraucherschutzministerin Ilse  Aigner (CSU) "ein weiterer Schritt zum gläsernen Nutzer". Die  Pflichtumstellung mache eine noch intensivere Pflege des eigenen  Profils notwendig, sagte der Sprecher der Ministerin, Holger  Eichele, am Donnerstag. Facebook hatte am Dienstagabend  angekündigt, alle Nutzerseiten auf die Facebook-Chronik, auch  Timeline genannt, umzustellen. Sie soll sämtliche Eintragungen der  Nutzer chronologisch auflisten.

    Aigner-Sprecher: Neue Facebook-Profile Schritt zu gläsernem Nutzer

    Facebook: Das müssen Sie über das Online-Netzwerk wissen

    Facebook ist das größte soziale Netzwerk im Internet überhaupt.

    Gegründet wurde das Unternehmen im Februar 2004 vom amerikanischen Studenten Mark Zuckerberg.

    Ursprünglich sollte Facebook nur ein elektronisches Jahrbuch für seine mitstudenten an der Harvard Universität sein.

    Jeder registrierte Nutzer von Facebook hat eine persönliche Profilseite, auf der er Nachrichten, Texte, Links und Videos mit anderen teilen kann. Freunde und Bekannte bekommen diese Botschaften dann eingeblendet.

    Im Jahr 2007 schaltete Facebook sein Netzwerk auch für Fremdanbieter frei. Diese stellen kleine Anwendungen zur Verfügung, die Mitglieder des Netzwerks ebenfalls nutzen können.

    Über den berühmten "Gefällt mir"-Knopf, den viele Internetseiten inzwischen eingebaut haben, können Facebook-Mitglieder direkt auf ihrer Profilseite einblenden, dass ihnen eine Seite, eine Anwendung oder eine Meinung gefällt.

    Nicht nur Privatpersonen, sondern auch Firmen, Organisationen und Künstler können sich bei Facebook registrieren und eine eigene Profilseite freischalten.

    In die Kritik gerät Facebook immer wieder wegen seines recht laxen Umgangs mit den Daten seiner Nutzer.

    Im Jahr 2011 bekam Facebook den Negativpreis "Big Brother Award" verliehen.

    "Auch wenn die Privatsphäre-Einstellungen in der Chronik  beibehalten werden, sind alte Inhalte durch die neue Gestaltung  künftig leichter auffindbar", sagte Eichele. "Damit steigen die  Anforderungen der Nutzer an die Pflege ihres Profils, wenn sie  verhindern wollen, dass ihnen frühere Interessen oder andere alte  Inhalte auf die Füße fallen." Es sei deshalb bedauerlich, dass  Facebook seinen Nutzern nur eine Woche Zeit für das Anpassen ihrer  Chronik einräume.

    Timeline: Facebook-Nutzer müssen künftig auf digitalen Lebenslauf  umstellen

    Mit dem Appell, die Chronik über die bisherigen Inhalte hinaus  mit weiteren Einträgen und etwa Fotos zu ergänzen, konterkariere  Facebook zudem "alle Appelle von Datenschützern und  Verbraucherschützern" zum sparsamen Umgang mit persönlichen Daten.  Problematisch sei dies vor allem bei Jugendlichen. Das Ziel von  Facebook sei es, so viele Daten seiner Nutzer wie möglich zu  sammeln und zu archivieren, um seine Werbeeinnahmen zu erhöhen,  sagte Eichele. Aus Sicht von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, "der  bereits 'das Ende der Privatheit' ausgerufen hat, ist dies nur  konsequent". afp

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