Der neue Personalausweis steht schon wieder in der Kritik. Die Software für den Personalausweis lässt keine Rufnamen mehr zu. Betroffenen droht ein Identitätsverlust.
Wer mehrere Vornamen hat, könnte sich schon bald ärgern, wenn der neue Personalausweis kommt. Dies berichtet die ARD-Sendung Monitor in ihrer Sendung am Donnerstagabend um 21.45 Uhr.
Monitor berichtet vorab: "Das kann dazu führen, dass der Rufname in der sogenannten maschinenlesbaren Zone, die für Ämter und Behörden maßgeblich ist, nicht mehr aufgeführt wird." Es gebe bereits erste Fälle.
Konkret kann dies einen Verlust der Identität bedeuten. Menschen müssten sich zwingen, bei offiziellen Geschäften den "falschen" Vornamen zu benutzen.
Betroffene könnten auch Probleme mit Banken, Auto-Zulassungsbehörden oder Fernreisen bekommen. Das Bundesinnenministerium will aber bis jetzt an der Software festhalten und lehnt eine Änderung des neuen Personalausweises ab.
Der neue E-Perso steht schon länger in der Kritik: Er ist deutlich teurer (28 Euro) als der alte (8 Euro) und Datenschützer befürchten zudem, dass der mit einem Chip ausgestattete Ausweis nicht sicher sei.