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Genmedizin: PID: Dramatische Abstimmung im Bundestag

Genmedizin

PID: Dramatische Abstimmung im Bundestag

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    Mit der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik sollen Fehl- und Totgeburten oder Geburten kranker oder behinderter Kinder vermieden werden. dpa
    Mit der umstrittenen Präimplantationsdiagnostik sollen Fehl- und Totgeburten oder Geburten kranker oder behinderter Kinder vermieden werden. dpa

    Der Bundestag entscheidet am Donnerstag nach einer mehrmonatigen und sehr kontroversen Debatte über die Zulassung der Präimplantationsdiagnostik (PID). Mit diesem Verfahren können Embryonen im Reagenzglas auf genetische Defekte untersucht werden.

    Ob es zu einer Zulassung oder einem Verbot der PID kommt, war bis zum Votum offen. Zur Entscheidung stehen drei Gesetzesentwürfe. 216 Parlamentarier unterstützten im Vorfeld eine Zulassung der PID in bestimmten Grenzen. 196 Bundestagsabgeordnete setzten sich für ein vollständiges Verbot ein und 36 Abgeordnete plädierten für ein Verbot mit Ausnahmen in bestimmten Härtefällen.

    Die große Zahl von über 170 Abgeordneten hatte sich aber noch keiner Position angeschlossen. Für die Abstimmung ist der Fraktionszwang aufgehoben.

    Die Bundestagsabgeordneten unserer Region setzen sich mehrheitlich für ein Verbot der PID ein, darunter Grünen-Chefin Claudia Roth. „Ich möchte in keiner Gesellschaft leben, in der der Staat entscheidet, welches Leben lebenswert ist“, sagte sie unserer Zeitung. Ähnlich sieht es CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt. Es gibt aber auch Abgeordnete, die für die PID-Zulassung sind, darunter FDP-Familiensprecherin Miriam Gruß.

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