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Diskussion um Fluggesellschaft: Politikergeschenke: Kritik an Bonuskarten von Air Berlin

Diskussion um Fluggesellschaft

Politikergeschenke: Kritik an Bonuskarten von Air Berlin

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    Wieder macht Air Berlin Schlagzeilen: Nun soll die Fluggesellschaft Bundestagsabgeordneten Bonuskarten geschenkt haben.
    Wieder macht Air Berlin Schlagzeilen: Nun soll die Fluggesellschaft Bundestagsabgeordneten Bonuskarten geschenkt haben. Foto: dapd/Axel Schmidt

    Wie die "Frankfurter Rundschau" am 11. Oktober berichtet, seien die Topbonus-Karten Gold den Abgeordneten im Januar 2010 mit einem Schreiben des damaligen Firmenchefs Joachim Hunold geschickt worden. Darin heiße es,  "für uns ist die Unterstützung durch die Politik in Deutschland von großer Bedeutung". Air Berlin wünsche den Parlamentariern "glückliche Hand bei allen Ihren politischen Entscheidungen" des neuen Jahres.

    Sitze mit mehr Beinfreiheit

    Laut dem Blatt werden in dem Schreiben auch die Vorteile der Karte aufgezählt: Dazu gehören Sitze mit mehr Beinfreiheit, 40 Prozent Bonus auf alle gesammelten Meilen sowie eine bevorzugte Abfertigung. Erst vor wenigen Tagen war bekannt geworden, dass Air Berlin ausgewählte Prominente und ihre Familien kostenlos befördert hat. Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft schreibt seit 2008 rote Zahlen.

    "Nährboden für Lobbyaktivitäten"

    Wie viele Politiker die Karten nutzten, ist nicht bekannt. Zu Kundendaten könne Air Berlin keine Auskunft geben, sagte Sprecherin Yasmin Born der "Frankfurter Rundschau". Der Chef der Anti-Korruptionsorganisation Transparency International, Christian Humborg, forderte: "Der Bundestagspräsident, der die dienstlichen Bonuskonten der Abgeordneten verwaltet, sollte die Anzahl der Abgeordneten offen legen". Diese Art von Annehmlichkeiten seien der "Nährboden für spätere Lobbyaktivitäten", sagte Humborg der Zeitung. Er erinnerte daran, dass normale Kunden der Fluglinie die Vorteile erst "nach 40 000 Statusmeilen" erlangten. afp/AZ

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