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Fukushima: Radioaktives Wasser wird aus Reaktor abgepumpt

Fukushima

Radioaktives Wasser wird aus Reaktor abgepumpt

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    In Sandsäcken wird Zeolith ins Meer bei Reaktor Nr. 3 von Fukushima Eins versenkt. (Foto: Tepco) dpa
    In Sandsäcken wird Zeolith ins Meer bei Reaktor Nr. 3 von Fukushima Eins versenkt. (Foto: Tepco) dpa

    Im verunglückten Atomkraftwerk Fukushima in Japan haben die Rettungskräfte damit angefangen, hoch radioaktiv verstrahltes Wasser aus einem Reaktorgebäude abzupumpen. Dieses Wasser werde dann in eine Auffang-Anlage gepumpt, in die etwa 30.000 Tonnen Wasser hineingingen, melden Medien in Japan.

    Dem Wasser sollten dann Salze und radioaktive Stoffe entzogen werden, damit es darauf erneut zur Kühlung der havarierten Reaktoren genutzt werden könne. Der  Schritt sei notwendig, um später die Kühlsysteme des Reaktors in Gang bringen zu können. Noch ist dies wegen der enormen Mengen hochverseuchten Wassers im Reaktor unmöglich.

    Arbeiter pumpen Wasser aus Fukushima

    Nach Schätzung der Betreiberfirma Tepco sind in Reaktor 2 rund 25.000 Tonnen verseuchtes Wasser. Die Schläuche zur Auffanganlage verlaufen demnach an den Turbinengehäusen der Reaktoren 3 und 4 entlang. Pro Tag könnten etwa 480 Tonnen abgepumpt werden.

    In den Reaktoren 1 und 3 sollen sich gut 42.500 Tonnen an relativ wenig verstrahltem Wasser befinden, heißt es von Tepco. Die Arbeiter vor Ort setzen derweil die Vorbereitungen fort, für dieses Wasser Behelfstanks sowie einen auf dem Meer schwimmenden Riesentank zu benutzen, in den rund 10.000 Tonnen Wasser passen. Die verseuchten Massen an Wasser behindern die Arbeiten zur Kühlung des Kernkraftwerks.

    Nach dem Erdbeben in Japan mit der Stärke 9,0 und der darauf folgenden Tsunamiwelle vom 11. März waren die Kühlsysteme im Atomkraftwerk Fukushima ausgefallen, was  zur größten Atomkatastrophe seit dem Reaktorunglück von Tschernobyl  vor 25 Jahren führte. Seit Beginn der Katastrophe haben die  Einsatzkräfte tausende Tonnen Meer- und Süßwasser zur Kühlung der  beschädigten Reaktoren eingesetzt. Große Mengen radioaktiv  verseuchten Wasser traten daraufhin aus und liefen teilweise in den  Pazifik.

    Tepco will Lecks schließen

    Der Betreiber des Atomkraftwerks Tepco will innerhalb von drei Monaten durch das Schließen von Lecks das Austreten von Radioaktivität und Strahlung aus der Atomanlage im Nordosten des Landes verringern. Innerhalb von  sechs bis neun Monaten soll die Temperatur in den Reaktoren und in  den Abklingbecken für gebrauchte Brennstäbe soweit gesenkt werde, dass der Austritt auf ein "sehr geringes Maß" zurückgefahren werden kann.

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