Philipp Rösler will kein Parteichef auf Abruf sein. Der FDP-Chef wehrt sich in einem Interview gegen Spekulationen.


FDP-Chef Philipp Rösler wehrt sich gegen Spekulationen, er sei ein Parteichef auf Abruf. Mit Blick auf die Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen im Mai sagte Rösler der "Schwäbischen Zeitung" (Dienstag): "Ich gehe davon aus, dass wir die Wahlen gemeinsam erfolgreich gestalten. Das nützt der Partei insgesamt, damit auch der gesamten Parteiführung."
Der sächsische FDP-Fraktionschef und Bundesvize Holger Zastrow stärkte Rösler den Rücken. Auf die Frage, ob Rösler Parteichef bleibe, wenn die beiden Wahlen verloren gingen, sagte er der "Rheinischen Post" (Dienstag): "Natürlich bleibt er das, wir werden in Kiel und in Düsseldorf in den Landtag einziehen und den Wiederaufstieg der FDP mit Philipp Rösler an der Spitze sehen."
An diesem Wochenende findet in Karlsruhe der Bundesparteitag der Liberalen statt. Dort soll ein neues Grundsatzprogramm beschlossen und Patrick Döring zum Generalsekretär gewählt werden. In einem Brief an die Delegierten schrieb Rösler, der Parteitag werde "ein klares Signal der inhaltlichen Geschlossenheit aussenden".



Die in Umfragen zuletzt abgestürzten Liberalen wollen sich bis zur Bundestagswahl 2013 nicht mehr auf Steuersenkungen, sondern auf Wirtschaftswachstum und solide Haushaltspolitik konzentrieren. (dpa, AZ)
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