Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende: Vor der Ankunft des russischen Außenministers Sergej Lawrow in Damaskus haben die syrischen Streitkräfte am Dienstag offenbar ihre Angriffe auf Wohnviertel in der Stadt Homs fortgesetzt. Der Nachrichtensender Al-Arabija strahlte am Morgen Live-Aufnahmen aus der Hochburg der Gegner von Präsident Baschar al-Assad aus, auf denen deutlich der Einschlag von Granaten zu hören ist. Die sogenannten Revolutionskomitees berichteten, seit Montagmorgen seien landesweit 128 Menschen getötet worden, davon alleine 95 in Homs.
Un-Generalsekretär entsetzt über die Gewalt
Die staatliche Nachrichtenagentur Sana meldete, die Sicherheitskräfte verfolgten in Homs "bewaffnete Terrorgruppen". Am Montag hätten sie "Dutzende Terroristen" getötet. Sechs Angehörige der Sicherheitskräfte seien bei Gefechten dort getötet worden.
Lawrow wollte in Damaskus unter anderem mit Präsident Baschar al-Assad zusammentreffen, um eine politische Lösung des Konflikts voranzutreiben. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte am Montag erklärt, er sei entsetzt über die Gewalt in Homs. Seit dem Beginn der anfangs noch friedlichen Proteste März 2011 sollen in Syrien rund 6.000 Menschen ums Leben gekommen sein. Viele von ihnen starben nach Informationen von Menschenrechtsorganisationen durch Folter. (dpa)
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