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Tag der deutschen Einheit: Verfassungsgerichtspräsident würdigt Widerstand in der DDR

Tag der deutschen Einheit

Verfassungsgerichtspräsident würdigt Widerstand in der DDR

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    Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle würdigte in seiner Rede den Widerstand in der ehemaligen DDR.
    Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle würdigte in seiner Rede den Widerstand in der ehemaligen DDR. Foto: dapd

    Beim Festakt zum  Einheitsfeiertag am Montag in Bonn plädierten Andreas Voßkuhle, Präsident des Bundesverfassungsgericht, und Hannelore Kraft Kraft, Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, zudem für eine Stärkung der Demokratie in der EU. "Europa lässt sich nicht auf ein einfaches Rechenspiel reduzieren", mahnte  Voßkuhle.

    Vor führenden Repräsentanten von Staat und Gesellschaft, darunter Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela  Merkel (CDU), erinnerten Voßkuhle und Kraft bei dem Festakt im  alten Bonner Bundestag an den Beitrag der früheren  DDR-Bürgerrechtler zur Wiedererlangung der Einheit. Es seien Bürger  der damaligen DDR gewesen, "die in den Montagsdemonstrationen in  bewundernswerter Weise aufgestanden sind gegen das Unrecht des  SED-Staates", sagte Voßkuhle. Kraft versicherte: "Wir werden nicht vergessen, dass die demokratische Bürgerrechtsbewegung in der damaligen DDR die Verhältnisse dort ins Wanken gebracht hatte."

    Voßkuhle: Europa "keine Momentaufnahme"

    Angesichts der Schuldenkrise ging Voßkuhle auch ausführlich auf  die Debatte über den künftigen Weg der Europäischen Union ein. Europa sei "keine Momentaufnahme". Vielmehr gründe die EU "auf der  historisch unhintergehbaren Einsicht, dass Frieden, Freiheit und  Wohlstand auf diesem Kontinent dauerhaft nur durch einen engen  Verbund gewährleistet werden können". Der Präsident des  Bundesverfassungsgerichts plädierte zugleich für eine lebendige  Demokratie in Europa. Wohin Europa gehe, dürfe "nicht allein in  elitären Zirkeln entschieden werden".

    Auch Kraft warnte davor, sich angesichts von Schuldenkrise und  Auswüchsen auf dem Finanzmarkt in eine "vermeintliche nationale Idylle zurückzuziehen". "Es wäre ein historischer Fehler, dieser Versuchung nachzugeben." Die Antwort auf die aktuelle Krise sei  "nicht weniger sondern mehr Europa".

    Außenminister Guido Westerwelle (FDP) erinnerte in Berlin daran,  dass die deutsche Einheit "auch die Geburtsstunde der europäischen  Wiedervereinigung" gewesen sei. "Deshalb ist der Tag der deutschen  Einheit auch ein guter Tag, um die europäische Idee zu würdigen."

    Dem offiziellen Einheits-Festakt in Bonn war am Montagmorgen ein  ökumenischer Festgottesdienst mit rund tausend Gästen in der Bonner Kreuzkirche vorangegangen. Gefeiert wurde der Gottesdienst vom  Präses der evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider,  dem Kölner Erzbischof Joachim Meisner und dem Metropoliten von  Deutschland, Augoustinos.

    Auch Bundespräsident Wulff würdigt Verdienste der Bürger

    Wulff hatte bereits am Sonntag die Verdienste der Bürger um die Wiederherstellung der Einheit gewürdigt. "Vor 22 Jahren ist es  mutigen Bürgern gelungen, die Mauer zum Einsturz zu bringen. Die  Menschen konnten ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen und unser  Land konnte wieder vereint werden", sagte Wulff bei der Eröffnung  eines Kinder- und Familienfests in Bonn.

    Merkel hatte am Samstag auf noch "gravierende Unterschiede"  zwischen Ost und West hingewiesen. "Der demografische Wandel, also die Abwanderung von jungen Leuten, weniger Kinder, das spielt in  den neuen Bundesländern eine viel größere Rolle" und "die  Arbeitslosigkeit ist immer noch fast doppelt so hoch wie in den  alten Bundesländern", sagte die Kanzlerin in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Gleichwohl zeigte sich Merkel überzeugt, die  Vollendung der Einheit sei auf gutem Weg. afp/AZ

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