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Geiseldrama: Verschleppte Kinder im Jemen befreit

Geiseldrama

Verschleppte Kinder im Jemen befreit

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    Sanaa, Hauptstadt des Jemen.
    Sanaa, Hauptstadt des Jemen.

    Der Horror begann für die deutschen Familie aus Sachsen im Juni 2009 im Norden des Jemen. Mutter, Vater und drei Kinder wurden gemeinsam mit einem englischen Ingenieur, zwei deutschen Pflegehelferinnen und einer südkoreanischen Lehrerin verschleppt. Die zwei Helferinnen und die Südkoreanerin wurden kurz darauf in der Provinz Saada tot aufgefunden. Für die Entführung sollen schiitische Rebellen und das Terrornetzwerk al-Qaida verantwortlich sein.

    Das ist jetzt fast ein Jahr her. Jetzt endlich konnten die zwei Kinder befreit werden.Die saudiarabische Regierung erklärte nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Spa am Dienstag, die beiden Mädchen seien in Zusammenarbeit mit dem Jemen von saudiarabischen Sicherheitskräften im Grenzgebiet zwischen den beiden Ländern befreit worden.

    Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) bestätigte die Befreiung der zwei Mädchen. Er sei sehr erleichtert, sagte er in Berlin. Die Mädchen befänden sich derzeit "in sicherer Obhut" der saudiarabischen Behörden, sie sollten am Mittwoch nach Deutschland heimkehren. "Ihnen geht es den schwierigen Umständen entsprechend gut", fügte Westerwelle hinzu. Er dankte allen beteiligten Behörden für ihren unermüdlichen Einsatz. Das Auswärtige Amt bemühe sich weiterhin um die anderen Geiseln. "Ihr Schicksal erfüllt uns weiterhin mit großer Sorge", so Westerwelle weiter.

    Die Mädchen sind gesund

    Die Untersuchung des gesundheitlichen Zustands der zwei Mädchen ergab, dass sie einigermaßen stabil sind. Details der Befreiungsaktion wurden bisher nicht bekannt gegeben. Die beiden Mädchen sind nach Angaben der "Sächsischen Zeitung" vier und sechs Jahre alt.

    In Zusammenarbeit mit der deutschen und der britischen Regierung würden die Bemühungen um eine Freilassung der Deutschen und des Briten fortgesetzt, erklärte das saudiarabische Innenministerium. Im Januar hatte der jemenitische Außenminister Abu Bakr el Kurbi erklärt, der Aufenthaltsort der damals fünf deutschen Geiseln und des Briten sei in der Region Saada ermittelt worden.

    Die schiitischen Rebellen und das Terrornetzwerk El Kaida bestritten zwar eine Beteiligung an der Entführung. Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" aber hatte Mitte Januar berichtet, die Entführer hätten ein Lösegeld in Höhe von zwei Millionen Dollar gefordert. Außerdem hätten sie die Freilassung mehrerer Häftlinge, die die jemenitische Regierung dem Umfeld von El Kaida zurechnete, sowie Straffreiheit verlangt. (AZ/afp)

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