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Atomstreit mit dem Iran: Versöhnliche Töne aus Teheran

Atomstreit mit dem Iran

Versöhnliche Töne aus Teheran

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    Wie es aussieht, machen der Iran und sein Präsident Ahmadinedschad im Atomstreit einen Schritt auf die Weltgemeinschaft zu.
    Wie es aussieht, machen der Iran und sein Präsident Ahmadinedschad im Atomstreit einen Schritt auf die Weltgemeinschaft zu. Foto: dpa

    Arbeitet der Iran an Atomwaffen oder nicht? Seit Monaten stellt sich die Weltgemeinschaft diese Frage, schwelt der erbitterte Streit zwischen dem Westen und dem Iran um dessen Atomprogramm. Pünktlich zu Beginn der heute startenden Atomgespräche gerät Bewegung in den zähen, aber höchst bedrohlichen Konflikt: Das Mullah-Regime erklärte sich Anfang der Woche überraschend bereit, der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA Zugang zu seiner militärischen Forschungsanlage in Parchin nahe Teheran zu gewähren. Im Februar hatte die iranische Führung dies noch verweigert.

    US-Regierung reagiert zurückhaltend

    Die US-Regierung hat die jüngste Übereinkunft vorsichtig begrüßt. Die Erklärung sei ein Schritt vorwärts, sagte am Dienstag der Sprecher des Weißen Hauses, Jim Carney. „Unser Urteil fällen wir jedoch anhand der Taten des Irans und nicht aufgrund von Versprechen.“ Die USA würden auch weiterhin Druck über Sanktionen auf Teheran ausüben.

    Die fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrates USA, Russland, Frankreich, Großbritannien und China sowie Deutschland kommen an diesem Mittwoch in der irakischen Hauptstadt Bagdad zu einer neuen Verhandlungsrunde mit dem Iran zusammen. Bei der ersten Gesprächsrunde vor fünf Wochen waren die Unterhändler ohne Ergebnis auseinandergegangen.

    Der Druck, einen Kompromiss einzugehen, ist seither aus mehreren Gründen gestiegen. So leidet der Iran zunehmend unter den vom Sicherheitsrat verhängten Wirtschaftssanktionen, die das Volk schmerzlich treffen. Auch ist die militärische Bedrohung aus Israel brisanter geworden: Der US-Botschafter in Israel verkündete, dass man mit den Planungen für einen möglichen Militärschlag gegen Iran fertig sei. Die Hoffnungen sind deshalb groß, dass Teheran einlenkt.

    Vorgespräche brachten einen ersten Durchbruch

    Für die jetzige relative Entspannung der Lage ist vor allem der Generaldirektor der internationalen Atomenergiebehörde, Yukiya Amano, verantwortlich. Er reiste vor dem großen Treffen nach Teheran, um direkt mit der Führungsriege zu verhandeln. „Wir hatten nützliche Gespräche in einer guten Atmosphäre“, sagte er.

    Seine Behörde und die iranischen Unterhändler hätten sich auf ein Abkommen zur genaueren Untersuchung des iranischen Atomprogramms geeinigt. In einer Vereinbarung solle bald geregelt werden, unter welchen Bedingungen der Iran den Atomwächtern Zugang zu Dokumenten und Anlagen gewährt. Details müssten zwar noch geklärt werden. Dies behindere aber nicht die Fortschritte in Bagdad – das versicherte offenbar auch die iranische Seite.

    Für Atomwaffen ist eine Urananreicherung auf mindestens 80 Prozent notwendig. Der Iran arbeitet bislang mit Uran, das auf 20 Prozent angereichert ist und versichert, sein Atomprogramm verfolge zivile und medizinische Zwecke. Der Westen befürchtet allerdings, dass das islamische Land mit dem angereicherten Metall in kurzer Zeit waffentaugliches Uran für Atombomben herstellen kann. mit dpa

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