Bereits Anfang hatte Obama für Aufsehen gesorgt, als er Panetta zum CIA-Chef machte. Die Entscheidung war nicht unumstritten: Führende Geheimdienstexperten der Demokraten im Kongress hatten damals bemängelt, dass der ehemalige Abgeordnete über keinerlei geheimdienstliche Erfahrung verfüge. Experten werteten die Berufung seinerzeit als Zeichen für einen Neuanfang bei der oftmals für ihre Methoden kritisierten Spionagebehörde.
Panetta genießt den Ruf als altgedienter und geschätzter Politikveteran. Der Sohn italienischer Einwanderer hat von 1964 bis 1966 selbst in der US-Armee gedient. Nach einem Jurastudium wurde er 1966 Parlamentsmitarbeiter, 1970 wechselte er als Mitarbeiter in die Stadtverwaltung von New York. 1977 wurde er das erste Mal ins Repräsentantenhaus gewählt und übernahm den Vorsitz des Haushaltsausschusses. Panetta wurde achtmal wiedergewählt und saß dort insgesamt 16 Jahre lang.
Mit Clinton beginnt der Aufstieg
1994 machte Bill Clinton den Demokraten zum Generalsekretär des Weißen Hauses. Bekannt für sein Feingefühl und sein joviales Wesen, zudem ausgestattet mit einem allgemein anerkannten Fachwissen in Haushaltsdingen, zog er im Hintergrund die Fäden in der Zusammenarbeit zwischen Weißem Haus und der damaligen republikanischen Kongressmehrheit.