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25. August 2010 13:57 Uhr

Empörung über Äußerungen

Zentralrat der Juden: Sarrazin soll in NPD eintreten

Der Zentralrat der Juden hat Thilo Sarrazin empfohlen, in die NPD einzutreten. "Das macht die Gefechtslage wenigstens klarer und befreit die SPD", hieß es.

Thilo Sarrazin. Bild: dpa
Foto: dpa

Der Zentralrat der Juden hat Thilo Sarrazin empfohlen, in die NPD einzutreten. "Das macht die Gefechtslage wenigstens klarer und befreit die SPD", hieß es.

Sarrazin sorgt mit seinen neuen Äußerungen zu Einwanderern, Muslimen und Hartz IV-Empfängern für Empörung. Die "Bild"-Zeitung druckt derzeit Passagen aus Sarrazins neuem Buch ab, das kommenden Montag erscheinen soll. Darin empört sich der Bundesbank-Vorstand unter anderem über den mangelnden Integrationswillen vieler Ausländer, fordert "Keine Sozialhilfe für Importbräute", und will Transferleistungs-Empfängern das Geld kürzen, wenn ihre Kinder die Schule schwänzen.

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Vor allem Sarrazins Äußerungen zu Einwanderern und Muslimen stoßen dabei auf heftige Ablehnung. Nach der Ausländerbeauftragten der Bundesregierung und SPD-Chef Sigmar Gabriel schaltete sich jetzt auch der Zentralrat der Juden in die Debatte um das SPD-Mitglied Sarrazin ein: "Ich würde Herrn Sarrazin den Eintritt in die NPD empfehlen, dass macht die Gefechtslage wenigstens klarer und befreit die SPD", sagte der Generalsekretär des Zentralrats, Stephan Kramer, gegenüber Handelsblatt Online .

Kramer riet der Politik, sich weniger über Sarrazin zu empören, sondern sich eher mit den Defiziten in der Zuwanderungspolitik zu befassen. "Sarrazin ist nur das Ergebnis eines anderen Problems, nämlich der Unfähigkeit der Politik, sich der Herausforderung Zuwanderung und Integration zu stellen und eine Strategie für die Zukunft zu entwickeln", so der Generalsekretär. (bo)

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