In vollem Gange sind seit einigen Tagen die Sanierungsarbeiten am Dach der Pfarrkirche St. Wolfgang in Mickhausen. Das fast 500 Jahre alte, von den Fuggern erbaute Gotteshaus ist rundum auf allen Seiten dick eingerüstet.
Bei einer Informationsveranstaltung im Pfarrheim stellten Architekt Christian Bosse (Schwabmünchen) und Kirchenpfleger Heinz Kreuzer das Großprojekt und die erforderlichen Arbeitsschritte kürzlich der Pfarrgemeinde vor. Dabei stellten sie klar: „Wir machen keine Schönheitsreparatur!“ Vielmehr seien die Sanierungsmaßnahmen dringend nötig, „weil Gefahr im Verzug ist“. Bis zum Herbst sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.
Die Kosten der Dachsanierung belaufen sich auf insgesamt knapp 485000 Euro. Davon übernimmt die Diözese Augsburg mindestens 60 Prozent und – abhängig von weiteren Zuschussgebern – höchstens 80 Prozent.
Arbeiter der Zimmerei Meier aus Affing sind derzeit damit beschäftigt, morsche Balken im Dachstuhl auszuwechseln und die Statik des Gebälks, die im Lauf der Zeit etwas instabil geworden war, wieder zu sichern. Problematisch sind vor allem die Dachfußpunkte auf der Nordseite, die im Laufe der Zeit von eintretender Feuchtigkeit angegriffen und nach und nach zersetzt wurden.
Ein weiterer Teilschritt ist anschließend die Erneuerung der kompletten Dacheindeckung von Kirche und Kirchturm. Vor allem die Nasen, mit denen die Dachziegel auf den Dachlatten aufliegen, sind im Laufe der vergangenen Jahrzehnte brüchig geworden, sodass nach Stürmen und Unwettern immer wieder abgerutschte Dachplatten im Friedhof rund um die Kirche zu finden waren. Aus diesem Grund war bereits im Sommer vorigen Jahres ein umlaufendes Sicherungsnetz am Kirchendach angebracht worden.
Mit welchen tierischen Herausforderungen die Architekten bei den Arbeiten zu tun haben und warum die Sanierung auch gut für die Kirchenglocken ist, lesen Sie in der Wochenendausgabe der Schwabmünchner Allgemeine.